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Vandalismus: Kunstrasen bei Lok Stendal heilt nicht von allein

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Von: Marco Hertzfeld

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Der Kunstrasenplatz bei Lok Stendal wurde beschädigt.
Der unerlaubte Zutritt hat deutliche Spuren auf der Anlage in Stendal hinterlassen. Im vorderen Bereich ist der Kunstrasen völlig verschoben worden. © Stadt Stendal

Nachdem der Kunstrasenplatz bei Lok Stendal beschädigt wurde, will die Stadt alles richten lassen. Zum Nulltarif gibt es dann offenbar nicht.

Stendal – Mit dem Fußballgelände für den Vorzeigeklub in der altmärkischen Kreisstadt läuft es alles andere als rund. Nachdem Unbekannte den Kunstrasen Anfang August erheblich beschädigt hatten, sollte nun möglichst unkompliziert einiges heilen. Immerhin: Die Wellen zum Mittelfeld hin haben sich bis heute wieder gelegt. In Absprache mit einer Fachfirma wurde dann als erste Maßnahme versucht, die Kunstrasenmatte durch Vereinsmitglieder des 1. FC Lok Stendal in ihre Ursprungsform zurückzuziehen. „Das ist leider nicht gelungen“, teilt Rathaussprecherin Susanne Hellmuth dieser Tage auf AZ-Nachfrage mit.

Täter unbekannt, Anzeige gestellt

Der Schaden ist erheblich, eine Reparatur gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. „Es dauerte ein wenig, bis das Angebot vorlag, da die Fachfirma einen solchen Schaden erstmals beheben muss und den Aufwand noch nicht final abschätzen kann“, erläutert Hellmuth in Absprache mit dem Sachgebiet Sport, Jugend und Stadtteilmanagement weiter. Und: „Inzwischen liegt ein Angebot zur Behebung des Schadens für 15.000 Euro vor.“ Im Übrigen: „Eine Anzeige gegen unbekannt wurde gestellt. Laut Pachtvertrag ist der Pächter verantwortlich für die Unterhaltung.“ Die Lok dürfte demnach dampfen.

Gewalt trifft auch Tore und Bank

Eines der Tore sei „mit brachialer Gewalt“ über den Kunstrasen geschoben worden. Der oder die Täter hatten sich irgendwann am Wochenende vom 5. bis 7. August Zutritt zum Gelände verschafft. Die Matte löste sich, Wellen schlugen sich bis zur Mittellinie hin. Damit nicht genug, Hellmuth: „Es wurden zwei Räder bei zwei unterschiedlichen Toren sowie eine Bank zerstört. Außerdem wurde an einer weiteren Stelle ein Loch in der Kunstrasenmatte festgestellt. Hier ist unklar, womit die Täter diesen Schaden verursacht haben.“ Über die näheren Beweggründe der Zerstörungswütigen kann in der Rolandstadt nur spekuliert werden.

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