Schüler weisen auf Probleme hin

Ungewöhnliche Aktion: Politiker campen in der Altmark

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Schüler verteilten vor einer Landtagssitzung Einladungen, unter anderem an Minister Marco Tullner.

Magdeburg / Altmark – Wie fühlt es sich heute an, Schüler zu sein? Welche Probleme gibt es an den Schulen? Die Abgeordneten im Magdeburger Landtag sollen das Anfang September in einem Schulentwicklungscamp am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Gardelegen hautnah erfahren.

Hier ereignet sich ein Schulexperiment.

„Am besten lassen sich Ideen entwickeln, wenn man die praktische Situation kennt oder wenigsten einmal ganz konkret vor Augen hatte“, erklärt Projektbetreuerin Daniela Küllertz von der Kinder- und Jugendstiftung. Initiiert worden sei das Camp von Schülern des Landes. Das Projekt werde unter anderem durch den Schulleitungsverband, das Fachnetzwerk „IT-Ausstattung für Schule gemeinsam entwickeln“, den Ganztagsschulverband und weitere außerschulische Partner wie die Wirtschaftsjunioren, die IHK und IT-Unternehmen, unterstützt.

Los geht es am 5. September in aller Frühe mit dem Schulbus vom Domplatz. Eingeladen sind alle Landtagsabgeordneten. Zusagen gebe es bisher unter anderem von Thomas Lippmann (Linke), Wolfgang Aldag (Grüne), Tobias Krull (CDU), Monika Hohmann (Linke) und Hans-Thomas Tillschneider (AfD). Im Juni werde es zur Landtagssitzung eine Einladungserinnerung durch die Schüler mit einem Schulentwicklungsübungsspielzeug geben. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt Küllertz.

In dem zweitägigen Camp sollen zu verschiedenen Herausforderungen der Schulen Lösungen entwickelt werden. Um Lernräume für individuelles Lernen zu gestalten, werde ein Möbelcontainer bereitstehen. Bei weiteren Themen gehe es um Personal in der Schule, die Optimierung des Schulbusverkehrs, digital-vernetztes Lernen und auch um eine chancengerechte Schule.

VON CHRISTIAN WOHLT

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