Mögliche Entscheidung im April / Klaus Schmotz will Vorlage in den Stadtrat einbringen

Umzug des Bauhofes wieder Thema

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Die Bedingungen für die Mitarbeiter des Bauhofs sollen sich verbessern. Im April soll im Stadtrat erneut ein Umzug des Bauhofs an die Arneburger Straße besprochen werden – diesmal jedoch eine kostengünstigere Variante.

Stendal. Wird der Bauhof, der das Amt für technische Dienste beheimatet, an seinem jetzigen Standort am Uchtewall saniert – oder zieht die Einrichtung an die Arneburger Straße um? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Stadtrat schon seit geraumer Zeit.

Nun geht die Diskussion in die nächste Runde und eine konkrete Entscheidung rückt damit in Sichtweite. „Oberbürgermeister Klaus Schmotz wird in den kommenden Stadtrat im April eine Vorlage einbringen, laut der die Verlagerung des Standortes an die Arneburger Straße umgesetzt werden soll“, berichtet Stadtsprecher Klaus Ortmann im AZ-Gespräch.

Umzugspläne wurden teils wegen zu hoher Kosten wieder verworfen. Auch eine Sanierung vor Ort wurde wegen der stark in die Jahre gekommenen Bausubstanz von der Lokalpolitik kritisch bewertet. Um die Situation für die Mitarbeiter am Uchtewall zu verbessern, gab es zu Beginn des Jahres 2015 eben jene zwei Alternativen. Der Stadtrat entschied mehrheitlich am 23. Februar vergangenen Jahres für eine Sanierung am Uchtewall, die kostengünstigere der beiden Varianten.

Den Plan, am Uchtewall eine Lagerhalle für Streugut zu errichten, war eine der ersten Maßnahmen, die dort umgesetzt werden sollten. Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte in seiner Sitzung am 11. November 2015 jedoch einstimmig gegen den Bau der Lagerhalle (AZ berichtete).

Der Grund dafür liegt in der unmittelbaren Nähe der Streuguthalle zu den Wohngebieten am Uchtewall und rund um den Stadtsee. In den Wintermonaten hätte das Streugut in den frühen Morgenstunden in die Fahrzeuge der Straßenmeisterei verladen werden müssen.

„Es hat umfängliche Untersuchungen zur Standortsuche gegeben“, so der Stadtsprecher, „und wir hoffen einen Beschluss zur Verfestigung der Planung zu bekommen.“ Es habe sich eine kostengünstigere Variante für den Umzug ergeben. „Die Kalkulationen müssen ja nicht den Rahmen sprengen“, so Ortmann. Sollte sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 11. April für eine Standortverlagerung entscheiden, werde „der Bau einer Streugutlagerhalle auch eine Aktion sein“. Wichtig ist der Verwaltung bei der ganzen Diskussion um einen möglichen Umzug, dass keine neuen Grundstücke gekauft werden müssen. „Wir wollen auf der eigenen Fläche bleiben. Dass sich die Fläche an der Arneburger Straße anbietet, wurde schon hinreichend diskutiert“, sagt Ortmann. Ob die Stadt weitere potenzielle Grundstücke im Besitz hat, auf die der Bauhof umziehen könnte, konnte der Stadtsprecher nicht bestätigen. „Das ist noch nicht spruchreif. Erstmal wird diese Vorlage in den Stadtrat eingebracht.“

Von Mike Höpfner

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