Umstellen der Uhren sorgt bei den Stendalern für Kopfschütteln

Eine Stunde vor oder eine zurück?

Die Uhr vor dem Stendaler Bahnhof stellt sich in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag automatisch von Sommer- auf die Winterzeit.
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Die Uhr vor dem Stendaler Bahnhof stellt sich in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag automatisch von Sommer- auf die Winterzeit.
  • VonLina Wüstenberg
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Die Winterzeit beginnt am morgigen Sonntag, das heißt, die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Doch die Zeitumstellung sorgt bei den meisten Stendalern für Kopfschütteln. Einige wünschen sich stattdessen eine einheitliche Zeit. 

Stendal – „Wir brauchen pro Uhr ungefähr 30 Sekunden“, berichtet Christian Schüler vom Juwelier Schüler. Dort gibt es zwischen 60 und 70 Uhren, die am morgigen Sonntag umgestellt werden müssen. Da in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag die Winterzeit beginnt und so die Uhren um eine Stunde zurückgestellt werden. Jedoch im Geschäft an der Breiten Straße gilt das nicht für alle Uhren. Wie Schüler berichtet: „Bei uns laufen nur die Funk- und Digitaluhren und wenn mal neue Uhren dazu kommen. Die anderen stellen wir nicht, um Batterien zu sparen.“

Da die Funkuhren sich automatisch stellen, müssen nur die Digitaluhren eine Stunde zurückgestellt werden. Deswegen seien die Funkuhren bei den Kunden auch sehr beliebt, da sie bei denen nicht an die Zeitumstellung denken müssen. „Mich persönlich stört die Zeitumstellung nicht. Ohne diese würden die Kunden vielleicht auch weniger Funkuhren kaufen“, lacht er.

Die Mehrheit der Stendaler sieht das etwas anders. „Sie bringt nichts und für mich ist es großer Mist“, ärgert sich die Stendalerin Kerstin Thurau. „Eigentliche könnte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Es stört nur“, findet Bernd Fischer. Auch Regina Ihlo wartet darauf, dass sie abgeschafft wird: „Ich sehe in der Zeitumstellung keinen Sinn und Ersparnisse habe ich auch nicht.“ Eine ähnliche Meinung hat auch Hannelore Födisch. Für sie ist es unnötig und „ich habe auch oft Probleme mit dem Wechsel der Zeiten.“ Anja Timm merkt die Stunde mehr oder weniger auch an ihren Kindern. „Die Kinder haben Probleme. Es ist einfach nur schrecklich.“ Hartmut Bittkau und seine Schwester Angela Müller haben zwar keine Probleme mit der Umstellung. „Ich hätte dennoch gerne eine einheitliche Zeit. Wirtschaftlich bringt es eh nichts“, äußert sich Bittkau. Julia Obst aus Stendaler ist da ähnlicher Meinung: „Man könnte sich auf eine Zeit einigen.“ Entspannter sieht es Stendalerin Margot Hoepfner: „Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt.“

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