Bebauungsplan sieht vorerst 30 neue Einfamilienhäuser in der Ortschaft vor

Uenglingen soll Zuwachs erhalten

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Momentan noch Ackerfläche, bald könnten östlich von Uenglingen 30 neue Eigenheime stehen. Dies soll der erste von drei Bauabschnitten sein, mit dessen Entwurf (kl. Bild) sich der Ausschuss für Stadtentwicklung heute beschäftigt.

Stendal. Eine der Stendaler Ortschaften könnte sich bald schon vergrößern. Die Rede ist vom im Nordwesten gelegenen Uenglingen. Dort soll nämlich künftig der Nachfrage nach mehr Bauplätzen in Stendal Rechnung getragen werden.

Nachdem dies bereits auch an anderen Stellen wie dem ehemaligen Winckelmann-Gymnasium an der Stadtseeallee, der Haferbreite Nord oder dem einstigen Otto-Krause-Bad an der Osterburger Straße in Angriff genommen wurde, steht in Uenglingen der erste von drei Bauabschnitten bevor. „Momentan ist das noch alles Ackerfläche“, sagt Axel Achilles, Leiter des städtischen Planungsamtes, im AZ-Gespräch.

Die Erweiterung schließe sich an das Gebiet des Bebauungsplanes „Uenglinger Berg“ an, der inzwischen fast vollständig erfüllt sei. „Wir planen im ersten Bauabschnitt rund 30 Häuser. Die Ackerfläche befindet sich bereits im Besitz der Stadt“, verrät Achilles. Die Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser, so formuliert es das Planungsamt in einer entsprechenden Beschlussvorlage, sei „in der Hansestadt Stendal anhaltend hoch“. Bei der vergangenen Immobilien-Messe in Stendal wurde beispielsweise von der Verwaltung noch eine „mehr als dürftige Nachfrage“ registriert. In den letzten Jahren seien rund 50 Einfamilienhäuser beantragt worden. „Von einer Fortführung dieses Trends in den nächsten Jahren ist auszugehen“, geht aus der Vorlage hervor, die am heutigen Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert werden soll.

Warum gerade der Uenglinger Berg? Das Gebiet sei bereits vorgeprägt und biete sich für die weitere Entwicklung an, da es sich nahe der Kernstadt befindet und mit Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten ausgestattet ist. Auch was die medizinische Versorgung und die verkehrstechnische Anbindung betrifft, sei Uenglingen gut aufgestellt.

In den nachfolgenden Bauabschnitten werden weitere Bauplätze folgen, sehr wahrscheinlich ebenso für Einfamilienhäuser. Wann dies konkret passieren soll, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Axel Achilles verweist auch auf Baumöglichkeiten außerhalb der Kernstadt. „Wir haben viele Baulücken auf den Dörfern. Da sind allerdings die privaten Investoren in der Pflicht“, stellt Achilles die Zuständigkeiten klar. Auch gehe es darum, trotz der Nachfrage nicht direkt zu viele Grundstücke auszuweisen. „Sonst kann es zu einer Immobilienblase kommen.“ Das bedeutet, dass die Nachfrage nach Bauplätzen aufgrund eines zu hohen Angebots dauerhaft sinken könnte und potenzielle Käufer auf niedrigere Preise warten. Der Stadtentwicklungsausschuss beginnt heute um 17.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.

Von Mike Höpfner

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