CDU-Fraktion will Adebar zu Geld machen / Ziel: Komplettpaket mit Busunternehmen anbieten

Übers Reisebüro auf Storchen-Safari

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Bislang sind eher kleine Besuchergruppen bei den Störchen in Werben zu Gast. Vom Elbtor bietet sich ein spektakulärer Ausblick, der noch mehr Touristen locken soll.

Werben. Aus dem Storchenreichtum der Hansestadt Werben soll mehr Kapital geholt werden. Diesen Vorschlag machte der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion im Gespräch mit der AZ.

Michael Schnelle hat über die Idee, kommerzielle Storchen-Safaris wie im Reisebüro anzubieten, bereits mit einigen Busunternehmern gesprochen, die Interesse signalisiert hätten. Deshalb will der Christdemokrat diese Empfehlung auch beim Treffen der Arbeitsgruppe Finanzen am morgigen Mittwoch im Rathaus ansprechen.

Storchen-Safaris haben in der weltkleinsten Hansestadt eine gewisse Tradition. Elbtor-Führer Gunter Zwinzscher lockte im Jahr 2013 den Storchen-Experten Micheal Tillmann aus Münster in die Stadt an der Elbe. Der Experte führt die 2012 gegründete „Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch“ an und war nach der politischen Wende im Kreis Osterburg mit dem Spektiv unterwegs, um mit Ringablesungen die Anzahl der Adebare in der Ostaltmark zu erfassen.

Und weil es seit Mitte April zum Start der Buga im Rathaus das Infozentrum „Storchenstube“ gibt, verfügt die Stadt über ein weiteres Alleinstellungsmerkmal, das Touristen locken könnte. Storchen-Safaris sollten künftig eben nicht mehr nur für eher kleine Gästegruppen angeboten, sondern im großen Stil aufgezogen werden. Als Komplettpaket mit Besuch der Storchenstube, Führung zu den Horsten, Gang aufs Elbtor und Mittagstisch zum Beispiel im Hotel „Deutsches Haus“, schwebt Schnelle vor. Mit den Adebaren touristisch mehr zu wuchern, hat auch Storchen-Fachmann Tillmann schon gefordert (die AZ berichtete).

Von Antje Mahrhold

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