20-Jähriger bedroht Kassiererin mit Pistole und flüchtet mit Fahrrad

Überfall auf Tankstelle in Stendal: Junger Täter stellt sich der Polizei

  • vonDavid Schröder
    schließen

ds/pm Stendal. Die Shell-Tankstelle an der Magdeburger Straße in Stendal wurde heute Mittag gegen 12 Uhr überfallen. Der Täter zielte mit einer Pistole auf eine Verkäuferin und erbeutete Bargeld. Sofort liefen intensive Fahndungsmaßnahmen der Polizei an.

"Dem Fahndungsdruck geschuldet, erschien er (der Täter, Anmerkung der Redaktion) um 13.55 Uhr im Polizeirevier Stendal und stellte sich selbst", heißt es im Bericht der Polizei am frühen Abend. Was war passiert?

Die Shell-Tankstelle an der Magdeburger Straße in Stendal.

Zur Tatzeit gegen 12 Uhr betritt der mutmaßliche Täter den Tankstellenshop, als sich weder Kunden auf dem Tankstellengelände noch im Shop aufhalten. Der junge Mann zieht eine Pistole geht "zielgerichtet" zum Verkaufstresen. Mit der Waffe zielt er dann auf die 22-jährige Angestellte des Shops. Der Täter lässt sich von der Angestellten die Kasse auf den Tresen stellen. Unter weiterer Bedrohung mit der Waffe entnimmt er insgesamt vier Mal Bargeld aus der Kasse und "steckt das Geld in die rechte Tasche seiner Oberbekleidung", so die Polizei. Anschließend verlangt er von der Angestellten das Handy. Um dieser Forderung noch mehr Nachdruck zu verleihen, lädt er außerdem die Pistole durch und wechselt zudem mehrfach die Schusshand. Das Handy bekommt er aber nicht, dann flüchtet er aus dem Tankstellenshop zu Fuß in zunächst unbekannte Richtung.

Stand der Ermittlungen

"Zum jetzigen Stand der Ermittlungen fuhr der 20-Jährige aus Stendal mit einem Fahrrad zur Shell-Tankstelle und flüchtete nach der Tat auch wieder mit diesem Rad", berichtet die Polizei. Die Tatwaffe warf er unweit des Tatortes in einen Vorgarten. Seine Flucht verlief dann von der Magdeburger Straße über die Straße „Am Pulverturm“ und weiter auf die Blücherstraße bis zur Freiwilligen Feuerwehr Stendal. Dort versteckte er das Fahrrad in einem Gebüsch.

Später stellte sich der junge Mann aufgrund des hohen Fahndungsdruckes im Polizeirevier Stendal selbst. Der Stendaler machte Angaben zum Verbleib seines Fahrrades und der Tatwaffe, allerdings nicht zum Verbleib der Beute. "Hierbei soll es sich um ca. 700,00 Euro in Scheinen und Münzen handeln. Seinen Angaben zur Folge, hatte er das Geld auf der Flucht verloren", berichten die Beamten.

Der junge Mann aus Stendal wurde vorläufig festgenommen. Durch den Eildienst der Staatsanwaltschaft wurde die vorläufige Festnahme bestätigt. Eine Durchsuchung seiner Wohnung wurde angeordnet. Die Ermittlungen zur Tat und den Tatumständen dauern derzeit noch an.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare