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Uchtspringer Maßregelvollzug plant Ausbau 2023

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Von: Stefan Hartmann

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Ein eingerüstete Stationsgebäude.
Schon jetzt sind am Maßregelvollzug Uchtspringe mehrere Baugerüste zu sehen. Derzeit werden jedoch Gebäude saniert. Der Neubau folgt erst ab 2023. © Hartmann, Stefan

Gebaut wird schon seit geraumer Zeit am Maßregelvollzug in Uchtspringe. Das ist aber noch nicht die große Erweiterung, die seit längerer Zeit in Planung ist.

Uchtspringe - Vier weitere Stationen neben Funktionsräumen und Ergotherapie-Werkstätten sollen entstehen. „Der Baubeginn ist für das zweite Halbjahr 2023 und die Inbetriebnahme im dritten Quartal 2026 geplant“, antwortet Franka Petzke, Pressesprecherin der Salus gGmbH, auf Nachfrage der AZ.

Seit Mai wird am ehemaligen Stationsgebäude gewerkelt. Der Altbau entsprach jedoch, so erklärt Petzke weiter, nicht mehr den aktuellen Standards hinsichtlich der Raumaufteilung und des Brandschutzes. Er habe dann zuletzt als Bürogebäude sowie als Raum für Musik- und Sportherapie gedient. Künftig soll er wieder für die Unterbringung von Patienten zur Verfügung stehen. Dazu erfolgt nun eine grundhafte Sanierung inklusive Brandschutz sowie die Erweiterung um einen Anbau.

Danach soll die Station mit 20 Betten in sechs Einbett- und sieben Zweibettzimmern betrieben werden. Als Übergangslösung stehen Container bereit, die über die Baumaßnahme hinaus genutzt werden sollen. Sie werden voraussichtlich erst im dritten Quartal 2026 verschwinden, wenn der große Anbau fertiggestellt ist. Neben den derzeit laufenden Sanierungsarbeiten für rund 3,8 Millionen Euro sollen noch vier weitere Stationen entstehen. Noch befinde die Salus sich jedoch in der Planungsphase, erklärt Petzke.

Notwendig sei die kapazitätserweiternde Baumaßnahme, um den bereits aktuell bestehenden großen Bedarf an Behandlungsplätzen zu bewältigen. „Die angespannte Belegungssituation macht eine bauliche Erweiterung der Kapazitäten dringend notwendig“, schlussfolgert die Pressesprecherin.

Der Standort Uchtspringe sei derzeit stark belastet und stoße damit an die Grenzen seiner Kapazitäten. Da Aufnahmen und Entlassungen im Maßregelvollzug mittels gerichtlicher Entscheidungen veranlasst werden, hat die Einrichtung selbst keine Möglichkeit, die Zahl der untergebrachten Personen zu steuern, erklärt Petzke.

Um eine optimale Nutzung der vorhandenen Bausubstanz zu erreichen und den notwendigen zweiten Rettungsweg zu schaffen, sei ein Großteil der Funktionsräume wie Dienst- und Arztzimmer, Aufenthalts- und Umkleideräume für Personal im neugeplanten Anbau vorgesehen. Das Dachgeschoss des Altbaus, der derzeit saniert wird, könne mit einer Anbindung an den Rettungsweg für Büroräume und Lagerflächen genutzt werden. Im Kellergeschoss des Altbaus seien Technikräume, je ein Besuchs- und Kontaktzimmer sowie ein Kriseninterventionsraum vorgesehen.

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