Bau liegt im Plan

Trotz archäologischer Funde: Arbeiten an Stendaler Mittelstraße kommen voran

Bei den Bauarbeiten in der Mittelstraße hat es archäologische Funde gegeben. Diese werden am kommenden Mittwoch vor Ort der Öffentlichkeit präsentiert und genauer vorgestellt.  
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Bei den Bauarbeiten in der Mittelstraße hat es archäologische Funde gegeben. Diese werden am kommenden Mittwoch vor Ort der Öffentlichkeit präsentiert und genauer vorgestellt.  

Stendal – In der Stendaler Mittelstraße hat es bei archäologischen Ausgrabungen mehrere Funde gegeben, die am kommenden Mittwoch, 19. August, ab 11 Uhr vor Ort präsentiert werden. Die Funde wurden im Rahmen der derzeit laufenden grundhaften Sanierung entdeckt.

Eine Verzögerung der Bauarbeiten hat es dadurch nicht gegeben. Laut Angaben der Stadt liegen die Arbeiten im Zeitplan.

„Die Bauarbeiten haben pünktlich am 2. März angefangen und schreiten seitdem gut voran. Während die harte Phase der coronabedingten Kontaktbeschränkungen viele Wirtschaftszweige hart getroffen haben, blieb der Straßenbau relativ unbehelligt, da die Infektionsgefahr im Freien wohl nicht so hoch ist wie in Innenräumen. Derzeit gehen wir davon aus, dass wir den angepeilten Fertigstellungstermin Ende September einhalten werden“, so Stadtsprecher Armin Fischbach gegenüber der AZ.

Funde von archäologischem Wert während Bauarbeiten gibt es in der Rolandstadt regelmäßig. „Das ist bei unserer Bodenbeschaffenheit grundsätzlich nichts Ungewöhnliches“, ordnet Bärbel Hornemann, städtische Verantwortliche für Denkmalschutz ein. Archäologen seien vielfach bei Straßenarbeiten mit im Boot und werden in die Arbeiten von Beginn an mit einbezogen. So können durch Funde bedingte Verschiebungen vermieden werden.

Die derzeitigen Bauarbeiten in der Mittelstraße sind sehr umfangreich. „Die Mittelstraße wird nach einigen anderen Straßen in unserer Altstadt derzeit grundhaft saniert. Es handelt sich also um umfassende Erneuerungsarbeiten, die so ziemlich alle Elemente der Straße betreffen. Die Beleuchtung wird erneuert, Anschlüsse und Stromversorgungskabel werden ausgewechselt, die Leitungen für die Ver- und Entsorgung des Trink- und Abwassers sowie selbstverständlich die eigentliche Fahrbahn“, so Fischbach weiter.

Die Arbeiten in der Mittelstraße sind Teil des Programms „Stadtumbau Ost“. „Derzeit gehen wir davon aus, dass wir den angepeilten Fertigstellungstermin Ende September einhalten werden. Im Haushaltplan sind insgesamt Kosten von 385 500 Euro veranschlagt, was das Gesamtvolumen darstellt. Davon sind 257 000 Euro Fördergelder. Auch kostenmäßig befinden wir uns noch voll im Plan“, führt der Stadtsprecher aus. Fischbach macht deutlich, dass die Arbeiten in den Straßen in der Altstadt eng aufeinander abgestimmt werden mussten. „Um den Verkehr in der Innenstadt nicht lahmzulegen, wurden die verschiedenen Straßen etappenweise bearbeitet. Zuletzt fertig wurde die Uchtstraße, die wir Anfang April wieder freigegeben haben.“ VON TOBIAS HENKE

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