Zwei Altmärker sind Opfer der größten Schiffskatastrophe in der Nordsee / Spurensuche in Cuxhaven

Ein Traum versank in kalter See

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Museumsleiterin Jenny Sarrazin ist stolz auf ihre Ausstellung. Präsentiert werden unter anderem die Schiffsschraube der „Cimbria“ und Gegenstände, die nach Schiffsunglücken an Land gespült wurden.

Altmark/Cuxhaven. Wilhelm Lehmann hatte einen großen Traum. Der 25-jährige Osterburger wollte in die neue Welt auswandern, nach Amerika, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Auch Wilhelm Krumkau (33) träumte diesen Traum.

Wo dieser Altmärker zu Hause war, wissen wir nicht. Die traurige Geschichte seines Todes ist hingegen belegt.

Denn beide erreichten ihr Ziel nicht. Der Dampfer, der sie von Cuxhaven aus nach New York bringen sollte, sank schon kurz nach dem Start. Der Untergang der „Cimbria“ gilt als die größte zivile Katastrophe in der Nordsee.

Es geschah am 19. Januar 1883, nachts kurz nach 2 Uhr, nordwestlich von Borkum: Die Passagiere der „Cimbria“ liegen in ihren Kojen und träumen von einem besseren Leben auf der anderen Seite des Atlantiks. 401 Männer, Frauen und Kinder haben sich zwei Tage zuvor auf dem besegelten Dampfer der HAPAG-Reederei eingeschifft.

Zwei Altmärker sind in den Opferlisten der größten zivilen Schiffskatastrophe in der Nordsee verzeichnet.

Auf See ist der Nebel immer dichter geworden. Kapitän Hansen hat „langsame Fahrt“ befohlen. Aber eine Dampfmaschine lässt sich nicht beliebig weit drosseln, so dass die „Cimbria“ immer noch 5 bis 6 Knoten Fahrt macht. Plötzlich hören die Wachhabenden das Nebelhorn eines anderen Schiffs. Kurz darauf sehen sie auch seine Lichter. Der andere Dampfer ist auf Kollisionskurs! Hansen befiehlt sofort „Volle Fahrt zurück!“. Aber es ist zu spät: Der Bug des englischen Dampfers „Sultan“ bohrt sich auf der linken Seite in den Rumpf der „Cimbria“! [...]

Von Christian Wohlt

Die ganze Geschichte lesen Sie in der Montagsausgabe der Altmark-Zeitung.

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