Einheitsgemeinde erarbeitet Verbrennungsordnung / Ortsräte beraten derzeit

Traditionsfeuer in Eigenregie

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Traditionsfeuer sind bei den Altmärkern beliebt. Aktuell rückt die Verbrennungsordnung wieder in den Fokus des Kreis-Umweltausschusses und auch der Osterburger Ortschaften. Künftig zeichnet die Einheitsgemeinde selbst für das Regelwerk verantwortlich.

Landkreis Stendal/Osterburg. Die Brauchtumsfeuer rücken dieser Tage in den Ortschaften der Einheitsgemeinde in den Fokus. Aktuell beschäftigt sich nämlich nicht nur der Umweltausschuss des Landkreises mit der Thematik, sondern auch die Ortsräte.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurden die Ortsbürgermeister darüber informiert, dass die Einheitsgemeinde an einer eigenen Verbrennungsverordnung arbeitet. „Im November haben wir das dann auch schriftlich mitgeteilt, damit sich die Ortsräte darauf vorbereiten konnten“, erklärt Ordnungsamtsleiter Matthias Frank auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

Somit hat die Verwaltung eine neue Verordnung auf die Beine gestellt. Derzeit liegt sie dem Polizeirevier in Stendal zur Kenntnis vor. Die Stendaler Beamten müssen eine Stellungnahme zu dem Schriftstück abgeben, bevor das Papier der Kommunalaufsicht übergeben werden kann. Diese entscheidet letztendlich, ob die biesestädtische Verordnung für gut befunden wird. Dann kann sie nochmals beraten und letztendlich auch beschlossen werden.

Diese Verbrennungsordnung regelt allerdings lediglich alles rund um das Abbrennen von Brauchtumsfeuern, wie dieser Tage der beliebten Übergabe von ausgedientem Weihnachtsgrün an die Flammen. So brannten allein im vergangenen Jahr 70 Traditionsfeuer in der Nachweihnachtszeit. 110 Oster- und 99 Maifeuer wurden dem Landkreis gemeldet, teilt Karin Zädow aus dem Umweltamt mit.

Flächendeckende Kontrollen seien sowieso schwierig, betont Karin Zädow. „Außerdem melden sich oft die Feuerwehren als Organisatoren und melden die Traditionsfeuer an“, meint Zädow und findet die gemütlichen Treffen am Feuer damit in guten Händen. „Es sind auch so gut wie keine Verstöße aus den vergangenen Jahren bekannt.“

Bislang kümmerte sich der Landkreis Stendal federführend um das Regelwerk der Gefahrenabwehrverordnung, das alle zwei bis drei Jahre angepasst wird. Tritt der Landkreis von dieser Aufgabe zurück, ist die Kommune automatisch in der Pflicht. Künftig will sich nun die Einheitsgemeinde Osterburg selbst um diese Anliegen kümmern.

Von Berit Wagner

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