Branche setzt auf „Goldenen Herbst“

Tourismus: Talsohle ist durchschritten

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Die Sportboote blieben während der Flut im Hafen, die Skipper zu Hause.

Altmark/Magdeburg. Das war ein Schlag ins Kontor für die altmärkische Tourismusbranche. Im Hochwassermonat Juni gingen die Übernachtungszahlen in der Region um 15,3 Prozent zurück. Trotzdem ist die Altmark optimistisch.

Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark: „Die Talsohle ist offenbar durchschritten. Wir hoffen jetzt auf einen Goldenen Hebst“, sagt sie. Für das kommende Jahr seien die Zeichen wieder auf Wachstum gestellt.

Beeindruckende Video-Bilder vom Altmark-Hochwasser

Noch schlimmer als die Region erwischte es das Reisegebiet Elbe-Börde-Heide mit einem Minus von 17,1 Prozent. Dies teilt die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) mit. Auch die Tourismusregionen Halle-Saale-Unstrut (-13,4 Prozent) und Anhalt-Dessau-Wittenberg (-13,2 Prozent) bekamen die Flutfolgen zu spüren. Landesweit betrug der Rückgang der Übernachtungsgäste 10,9 Prozent. Nach den Erhebungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt für gewerbliche Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten gab es im ersten Halbjahr 4,6 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr.

Dennoch sind die Marketingexperten für den Rest des Jahres verhalten optimistisch. Bereits im Juli hätten die Buchungen wieder angezogen. Jedoch liege das Aufkommen im Übernachtungs- und Ausflugstourismus noch immer unter dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere kleinere Hotels und Anbieter an den flussbegleitenden Radwegen spürten nach wie vor die Auswirkungen der hochwasserbedingten Stornierungen.

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