Narkosespritze macht Stendaler Raubkatze reisefertig

Tiger Bojan verschläft seine Abreise

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Tiger Bojan lammfromm: Mehrere Helfer schleppten das schlafende 200 Kilo schwere Tier zur Transportbox.

pm/stk Stendal. Der Pfeil aus dem Blasrohr traf Bojan unvorbereitet. Wenige Augenblicke später schlief der Amur-Tiger. Mit der nach Urwaldart gesetzten Narkosespritze machte Tierarzt Dr. Ingo Bormke die Stendaler Raubkatze transportfähig.

Ohne Gefahr konnte er Gebiss und Krallen untersuchen, bevor er den 200 Kilo schweren Bojan mit mehreren Männern in die Transportbox schleppte. Hier erwachte das Tier wieder, bevor es die 15-stündige Reise in den schwedischen Tierpark Nordens Ark antrat.

Fotostrecke von Bojans Umzug

Tiger Bojan zieht um

„Ich sehe die Abgabe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn wir hatten uns alle an das Tier gewöhnt“, sagte die Leiterin des Stendaler Tiergartens Anne-Katrin Schulze der Altmark-Zeitung, während sie Bojans Schwester Paina tröstete. „Aber trotzdem freuen wir uns, dass er in eine schöne neue Einrichtung kommt und dort von einer Partnerin erwartet wird.“

Bojans Vater stammt aus dem Schweriner Zoo. Die Einrichtung hat deshalb das Recht auf ein Tier aus dem Wurf. Die Wahl fiel auf Bojan, der nun aber nach Schweden reist. Dort wartet bereits eine Tigerdame auf den Stendaler Tiger.

Weitere Fotos von Bojans Abreise im Internet unter www.az-online.de und auf Seite 3

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