Endspurt im Theater der Altmark

Der Sprinklerraum des Theaters der Altmark.
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Theoretisch funktionstüchtig, aber nicht mehr zeitgemäß: Die Sprinkleranlage soll erneuert werden. Wenn sie auslöst, werden die Bühne und die ersten Sitzreihen mit 30 Kubikmetern Wasser geflutet.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Die Sanierungsarbeiten am Theater der Altmark sind auf der Zielgeraden. Nachdem der Förderbescheid ein Jahr auf sich warten lies, könnte zur nächsten Spielzeit endlich alles fertig sein. 

Stendal – Es ist noch einiges zu tun, aber der größte Teil der notwendigen Arbeiten am Theater der Altmark ist erledigt. „Wir haben gut 85 Prozent erledigt“, berichtet Matthias Klug, dessen Architekturbüro den Zuschlag bekommen hat. Es gebe zwar im Vergleich dazu nur noch zehn Prozent Zeit, eine Verzögerung bedeute das jedoch nicht zwangsläufig: Ein Endspurt sei normal, stellt er fest.

Eigentlich hätten die Arbeiten bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen werden sollen, aber da der notwendige Förderbescheid auch ein Jahr Verspätung hatte, sei auch ein neuer Abschlusstermin notwendig gewesen, berichtet Projektleiterin Annette Muth vom städtischen Hochbauamt. Wenn jetzt alles nach Plan verläuft, sollen die Arbeiten im Mai abgeschlossen werden. Mit dem Spielbetrieb könne es dann noch nicht sofort, ganz unabhängig von der Pandemielage, noch nicht losgehen. Drei bis vier Monate müssten dafür eingerechnet werden, dass das Theater seine sieben Sachen wieder an Ort und Stelle bringen kann. Ein wenig könnten sich diese Schritte sicherlich überlappen, etwas Zeit werde es dennoch in Anspruch nehmen. „Zur nächsten Spielzeit Ende August ist alles fertig“, ist sich Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum sicher.

Getan werden musste viel. 4,5 Millionen Euro waren ursprünglich geplant, wovon die Hansestadt 20 Prozent Eigenanteil trägt. Zwischenzeitlich sind die Kosten um eine weitere Million Euro gestiegen. Rund 1,3 Millionen Euro entfallen dabei alleine auf die Lüftungsanlage. Die Klimaanlage habe nur noch zu knapp 50 Prozent funktioniert, erklärt Westrum. Bis auf wenige Kanäle wurden alle erneuert. Die neue Anlage wird in ihrem vier mal vier mal zwölf Meter großen Herzen rund 50 000 Kubikmeter Luft pro Stunde umwälzen.

Für die Barrierefreiheit hat sich auch einiges getan. Sieben neue Rollstuhllifte haben einen Weg in das Gebäude gefunden und sorgen dafür, dass es sowohl für Besucher, als auch Mitarbeiter komplett barrierefrei wird.

Die Kostensteigerungen hängen damit zusammen, dass einige Baustellen erst erkennbar wurden, als an anderen Stellen begonnen wurde. So auch bei der Sprinkleranlage, die nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. Sie soll kleinteiliger und gezielter einsetzbar werden. Wenn sie aktuell auslöst, werden die Bühne und die ersten Sitzreihen mit 30 Kubikmetern Wasser geflutet und setzen so das Theater teilweise unter Wasser.

Im Mai soll, sobald die Arbeiten am Dach beendet sind, auf diesem außerdem eine Fotovoltaikanlage aufgestellt werden.

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