Oberbürgermeister Klaus Schmotz spricht Mut zu: „Wir kommen damit klar!“

Theater der Altmark begrüßt neue Spielzeit

Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz spricht bei der Spielzeitbegrüßung im Uppstall-Kaufhaus in Stendal zu den Theatermitarbeitern.
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Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) hat traditionell das erste Wort bei der Spielzeitbegrüßung, die dieses Jahr im Uppstallkaufhaus stattfindet.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Das Theater der Altmark hat die neue Spielzeit begrüßt. Schon im vergangenen Jahr stand das Große Haus nicht zur Verfügung. Dieses Jahr ist es nicht anders. Aber mit dem Uppstall-Kaufhaus gibt es einen neuen Raum zum Spielen

Stendal – Es sei „schön, ein Gefühl dafür zu kriegen, wie der Saal voll aussieht“, erklärte Wolf E. Rahlfs, Intendant des Theaters der Altmark, bevor er traditionell Oberbürgermeister Klaus Schmotz die offiziellen ersten Worte zur Spielzeitbegrüßung sprechen lies. Während sie im vergangenen Jahr pandemie- und baubedingt in einer Lagerhalle am Langen Weg stattfinden musste, hat sich in dieser Saison wenig daran geändert, wieso das Große Haus nicht zur Verfügung steht. Neu war der Veranstaltungsort dennoch: Das Uppstall-Kaufhaus soll übergangsweise als Spielstätte genutzt werden und konnte bei der Begrüßung einen ersten Eindruck liefern.

„Wie geht es weiter? Ich weiß es auch nicht“, gab der Oberbürgermeister unumwunden zu. Bei der Energetischen Sanierung des Theaters sind weitere Mängel entdeckt worden und der Stadtrat hat den Weg für weitere Geldmittel, rund 800 000 Euro, freigemacht (AZ berichtete). Die Stadt werde jetzt das Sanierungsvorhaben, allen Regeln entsprechend, zügig in Angriff nehmen. Auf einen „Blick in die Glaskugel“ wolle er sich jedoch nicht einlassen. Sich jetzt auf Termine festzulegen sei lediglich Kaffeesatzleserei.

Wichtig sei es, dass jetzt eine Übergangslösung mit dem Uppstall-Kaufhaus bestehe. Der wichtige Punkt sei damit, dass Theater gespielt werden kann, wenn auch an einem anderen Ort. Diese Chance müsse mit „Tatkraft und Mut“ angegangen werden. „Die Dinge sind, wie sie sind. Wir müssen damit klar kommen und wir kommen damit klar“, erklärte Schmotz zuversichtlich.

„Nichts ist frustrierender als Zeit und Fantasie in etas zu stecken, das niemand sehen kann“, sagte Rahlfs über die vergangene Saison, die für gewöhnlich zehn Monate dauern sollte. Gespielt werden konnte nur für rund zweieinhalb. Den Beschäftigten sei nicht nur Improvisationstalent, sondern auch Improvisationstoleranz abverlangt worden. Aber: „Sich ärgern bringt nichts“, stellte der Intendant ebenso fest. Dabei hätten die Einschränkungen auch einige Impulse gegeben, die letztendlich positiv waren. So sei es dem Theater gelungen eine virtuelle Bühne zu etablieren.

Zur Spielzeitbegrüßung gehören auch zwei weitere Aspekte. Zum einen die Begrüßung der sechs neuen Mitarbeiter, die das Team zukünftig verstärken, als auch die Ehrung von langjährigen Mitarbeitern. Ein Privileg, das Rahlfs in seiner Amtszeit wegen fehlender entsprechender runder Jahre, bislang nicht in Anspruch nehmen konnte. Dafür waren es gestern gleich zwei Mitarbeiter, die für ihre langjährige Mitarbeit geehrt werden konnten. Theatermeister Sirko Sengebusch ist seit 20 Jahren am Theater angestellt und Bärbel Wünsch aus der theatereigenen Schneiderei sogar seit mittlerweile 30 Jahren.

15 Kernpremieren stehen für die kommende Spielzeit an, versprach Rahlfs. Der neue Spielplan ist verfügbar – unter anderem in der Theaterkasse, die mit dem heutigen Dienstag, 31. August, wieder ihre Tore öffnet.

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