Zum 14. Mal vergibt die Hansestadt Stendal Kultur- und Förderpreise

„Theas Reise“ zahlt sich aus

So sehen strahlende Gewinner in der Rolandstadt aus: Zum 14. Mal hat die Hansestadt Stendal die Kulturpreise vergeben. 20 Vorschläge gingen ein. Zudem wurde die Projekt-Gruppe „Theas Reise“ mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet. Foto: Krug
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So sehen strahlende Gewinner in der Rolandstadt aus: Zum 14. Mal hat die Hansestadt Stendal die Kulturpreise vergeben. 20 Vorschläge gingen ein. Zudem wurde die Projekt-Gruppe „Theas Reise“ mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet.

Stendal. „Nobody Knows“ gewann am Freitagabend den Kulturpreis der Hansestadt Stendal. Oberbürgermeister Klaus Schmotz hielt die Laudatio und beschrieb die beliebte Folk-Band der Altmark.

Schmotz: „Sie hat neue Maßstäbe in der Region gesetzt, sie ist erfrischend, bodenständig, charismatisch, brillant, schlagfertig, hat Witz und Humor. Sie übt Kunst auf hohem Niveau aus. Sie sind deutschlandweit unterwegs, begeistern das Publikum und ihre Fangemeinde wächst stetig an. Das sind viele Eigenschaften, aber die muss man für einen Kulturpreis auch haben.“

Es ist bereits der zweite Kulturpreis für „Nobody Knows“. 2011 erhielt die Formation die Silbermedaille des Kulturpreises. Frontmann Max Heckel bekam 2013 den Kulturförderpreis der Hansestadt. Jährlich lädt die Band in den Stendaler Klostergarten zu „Folk in die Nacht“ ein, bereichert die Region mit vielen Konzerten wie zur Jahreswende im Theater der Altmark. Da für die Musiker das Publikum an vorderster Stelle steht, war nur ein Teil von „Nobody Knows“ anwesend, um den Preis entgegenzunehmen. „Danke und auf viele weitere schöne Jahre“ hieß es in der Dankesrede von Ronny Heckel. Ganz besonders bedankte sich das Band-Mitglied bei Gabriele Bark, die sich seit Jahren für die Band stark mache.

Der zweite Kulturpreis ging an den Bankangestellten Andreas Drimer. Er rief 2004 die „Künstlergruppe Altmark“ ins Leben und unterstützt die jährlich wechselnden Stipendiaten der H.-und-H.-Kaschade-Stiftung. Zum anderen verdanken die Rolandstädter ihm zahlreiche sowie abwechslungsreiche Ausstellungen im Kunst-Kabinett des Geldinstituts an der Straße Birkenhagen. Peter Ludwig, Vorsitzender des Kultur-, Schul- und Sportausschusses, hielt die Laudatio und beschrieb ihn so: „Man begegnet ihm auf der Straße und wird freundlich gegrüßt.“ 85 Ausstellungen verbuche das Kunst-Kabinett seit 2003. Es sei eine Plattform für regionale, aber auch überregionale Künstler.

Der Förderkreis der Musik- und Kunstschule freute sich über den dritten Kulturpreis. Der 1994 gegründete Unterstützer der Kulturstätte beschafft – von Spenden getragen – Musikinstrumente. Jährliche Veranstaltungen wie „Jugend musiziert“ oder das Musikschulfest „Stendalia incognita“ stehen auf seinen Fahnen, so auch die Laudatio von Stadtmusikdirektor Michael Hentschel.

Die Projekt-Gruppe „Theas Reise“ wurde mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet. Mit der Idee zum interreligiösen Beitrag schmiedete Projektleiterin Claudia Klupsch in Kooperation mit dem Theater der Altmark den Plan zur Umsetzung. Bei „Theas Reise“ handelt es sich um ein Projekt der Johanniter GmbH und des Johanniter-Krankenhauses. Schüler der Krankenpflegeschule führten das Theaterstück bei den Feierlichkeiten zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in Wittenberg auf. Theaterintendant Alexander Netschajew hat den Preis stellvertretend entgegengenommen.

Im „Kleinen Haus“ des Theaters wurden die Kulturpreise verliehen. Preisträger der Vorjahre, Organisatoren der Hansestadt, weitere Gäste sowie Vertreter des Bundestages wohnten der Veranstaltung bei. Die Gewinner der Kulturpreise aus dem Vorjahr zeigten eine Präsentation ihrer Arbeit. Maike und Johannes Schymalla umrahmten das Festprogramm mit Klaviermusik für zwei Flügel. Zum 14. Mal wurden die Kulturpreise in diesem Jahr verliehen. 20 Vorschläge gingen bei der Jury ein, so Klaus Schmotz bei seiner Begrüßung. Mit den Worten „Stendal sei eine lebendige Kulturlandschaft, schön dass es Menschen gibt, denen Kultur am Herzen liegt“, dankte er allen Beteiligten. Mit den Kulturpreisen und dem Kulturförderpreis solle die kulturelle Arbeit auf den Gebieten der Malerei, Plastik und Keramik, Design, Kunsthandwerk, instrumentale und vokale Musik, Tanz, Literatur und Publizistik sowie die Denkmalpflege gewürdigt werden.

Von Ute Krug

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