Vorbereitungen für Abschnitt Lüderitz–Stendal laufen weiter

Teilentwarnung für die Altmark-Autobahn: Keine weitere A14-Klage

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Die A14-Abschnitte von Colbitz bis Lüderitz nehmen bereits Gestalt an. Für die Folgestücke sind die Planungen abgeschlossen.

Altmark/Leipzig – Teilentwarnung für die Altmark-Autobahn. Die Vorbereitungen für den Bau des 13 Kilometer langen A14-Abschnitt von Lüderitz bis Stendal Nord (Uenglingen), können weiter gehen.

Die Ende September beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingegangene Klage hat keine aufschiebende Wirkung, teilt die Pressestelle auf AZ-Nachfrage mit. Weitere Widersprüche lägen nach Ablauf der Klagefrist nicht vor.

Einzelheiten zum Kläger und zu seinen Forderungen könnten erst nach Eingang der Klagebegründung genannt werden. Die Frist, um diese einzureichen, laufe noch bis zum 5. Dezember. Dem Vernehmen nach geht es um einen Anwohner, dessen Grundstück in der Nähe der geplanten Autobahntrasse liegt. Er soll mangelnden Lärmschutz beanstanden. „Zu einem Verhandlungstermin kann derzeit noch keine Einschätzung abgegeben werden“, so die Auskunft der Pressestelle.

Im Durchschnitt dauert es etwa ein Jahr, bis sich das Gericht mit solchen Verfahren befasst. In anderen Fällen, so bei den Widersprüchen der Umweltschutzorganisation BUND, der Verbandsgemeinde und der Stadt Seehausen gegen den Abschnitt Seehausen bis zur Landesgrenze, hatten sich die Planungsbehörden mit den Klägern gütlich geeinigt. Ob sich auch diesmal wieder ein Kompromiss finden lässt, ist offen.

Für das Landesverkehrsministerium sind die Aussagen des Gerichts dennoch eine positive Nachricht. „Die Landesstraßenbaubehörde als Baulastträger kann nun planmäßig die vor dem aktiven Baubeginn notwendigen erforderlichen vorbereitenden Arbeiten und Planungen veranlassen“, sagt Pressesprecher Peter Mennicke. Das seien zum Beispiel vorgezogene Artenschutz- und Ersatzmaßnahmen, Grunderwerb, archäologische Untersuchungen sowie Planungen, Ausschreibungen und Vergaben der Hauptbauleistungen.

Die Planungen für den Abschnitt 1.5 waren besonders langwierig und aufwendig. Zahlreiche Einwendungen wurden berücksichtigt. Für den Folgeabschnitt bis Osterburg liegt bereits seit einem Jahr Baurecht vor. Beide sind bautechnisch miteinander verbunden und sollen zusammengebaut werden. Damit würde die Altmark-Autobahn auf einen Schlag um knapp 30 Kilometer wachsen.

VON CHRISTIAN WOHLT

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