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Stendaler SWG baut Plattenbauten zu Reihenhäusern um

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Von: Lisa Maria Krause

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Plattenbauten und ein Stück Wiese.
Die Wohnblöcke an der Albert-Einstein-Straße in Stendal sollen ihren „Platten-Charakter“ verlieren und zu Reihenhäusern umgestaltet werden. © Lisa Maria Krause

Die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) arbeitet weiter daran, ihre Immobilien und die Umgebung angenehmer zu gestalten. Mit der AZ sprach Geschäftsführer Daniel Jircik über Pläne zu großen Umbaumaßnahmen an der Albert-Einstein-Straße und andere Projekte.

Stendal - Die steigenden Material- und Energiepreise schlagen sich aber auch darauf nieder. Eine Kooperation ist derzeit auf Eis gelegt.

An der Albert-Einstein-Straße besitzt die SWG mehrere unsanierte fünfgeschossige Wohnblöcke. Diese sollen ansehnlicher gestaltet werden. Jircik stellt sich Reihenhäuser als Vorbild vor. Dazu soll der „Platten-Charakter“ verschwinden, indem zwei Stockwerke abgenommen und spitze Dächer darauf aufgebaut werden. „Das ist jetzt richtig filigran. Wir reißen es weg, um es schöner zu machen“, erklärt Jircik die Vorgänge. Dieser Umbau sei auch preiswerter als ein Neubau. Das Projekt solle in etwa vier Wochen beginnen. Erste Vorarbeiten sind für den 1. August angedacht.

Ein Projekt an der Stadtsee-Promenade hat hingegen vorerst keinen Starttermin. „Der altengerechte Neubau ist unbestimmt verschoben“, berichtet Jircik. Eigentlich habe die SWG einen Generalmieter-Partner für das geplante Objekt. Aber mit den steigenden Preisen funktioniere das Projekt erst einmal nicht mehr. Jircik sieht drei Möglichkeiten zur Lösung des Stillstandes: Die Baupreise müssten sinken.

Falls das nicht eintritt, würden logischerweise die Mieten steigen. Bei der dritten Option greift der Staat ein. Der SWG-Chef ist kein Fan davon: „Man kann nicht alles durchregulieren.“ Es sei nötig, mit Maß zu agieren. Das Projekt an der Stadtsee-Promenade sei übrigens nicht aufgegeben, sondern vorerst nur auf Eis, wie er betont.

An der Friedrich-Ebert-Straße plant die SWG eine Aufwertung der Umgebung. So könne das Gebiet „gedreht“ werden, findet Jircik und nennt als Beispiel das Gebiet um den Tiergarten. An der Friedrich-Ebert-Straße sollen Parcour-Elemente aufgebaut werden. Dabei könnten auch Bluetooth-Lautsprecher gleich mit eingebaut werden.

Bei diesem Projekt lässt sich Jircik von einer Idee aus Finnland inspirieren. „Gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen“, umschreibt er es. Denn wenn es bereits Lautsprecher gebe, würden Jugendliche, die diesen Ort auch als Treffpunkt nutzen sollen, nicht ihre eigenen mitbringen.

So könne die SWG sichergehen, dass die abgespielte Musik nicht zu laut ist und sie zu Ruhezeiten ganz abstellen. Für Jircik reiht sich diese Idee in eine Liste anderer kleinerer Verbesserungen wie mehr Licht, Zäune und Grillecken ein. Menschen würden schließlich nicht von Grund auf unordentlich mit öffentlichem Eigentum umgehen. Wenn es beispielsweise Mülleimer gebe, werde weniger in die Natur geworfen.

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