Fruchtmus-Spektakel auf Goldbecks Vierseiten-Hof lockt flanierfreudiges Publikum in Scharen

Süßsaftige Sause um sechs Kessel

Erika Brauer hält kurz vor ihrem 80. Geburtstag eins der ersten abgefüllten Goldbecker Pflaumenmus-Gläser in die Herbstsonne. Die Goldbeckerin war beim Entsteinen aktiv und hat ihr Lächeln trotz aller Anstrengung nicht verloren. Fotos (6): Mahrhold

Goldbeck. „Ach, meine Hände sind noch ganz braun. “ Ohne Fingerfertige wie Erika Brauer, hätte Goldbecks Großspektakel keine Hauptattraktion.

Die 79-Jährige ist Teil eines fleißig-flotten Entstein-Kommandos, das sich fürs vierte „Plum-Mus-Fest“ kollektiv kernbefreiend mit mehr als 130  Kilo Pflaumen pro Team und Frucht für Frucht im wahrsten Sinn befasst hat.

Und so wabert über die idyllische Dorffestivität Samstag erneut appetitliches Musaroma, unter dem schützenden Pavillondach dampft des Festes Kern aus sechs Großkesseln, um dessen stundenlang blubberndes Fruchtmus sich sechs ambitionierte Koch-Teams mit überdimensionalen Holzstäben bei muskelvoller Armeskraft rührend kümmern. Kanonenböller, laut-schrille Dudelsackmelodien, Lied und Tanz etwa von Bühnenkünstlern der örtlichen Grundschule und Kindertagesstätte „Regenbogenland“ bilden den rustikal-romantischen Klangteppich des Nachmittags. Zwischen Handyweitwurf, dessen Premiere ob unerwartet langer Flugkurven zum Glück verletzungsfrei verlief, Malwettbewerb sowie allerlei Aktivität mit und auf Stroh, dampfen die Musmassen ihrer Bestimmung hinzu. Und während Brigitte Ostheeren (74) für das Team „Volkssolidarität Eichstedt“ dem Rührendspurt entgegenrotiert, hält Erika Brauer lächelnd eins der ersten befüllten Traditionsmarmeladegläser in den sonnigen Herbsthimmel. „Goldbeck kocht, Pflaumenmus selbst gemacht, ca. 400 g, 4. Goldbecker Plum-Mus-Fest, gekocht am 21. September 2013, Kessel 4, Team Volkssolidarität Goldbeck“, verkündet das Etikett stolz – und lecker.

Von Antje Mahrhold

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