Nachwuchsbläser nimmt Stipendiaten-Urkunde über 5 000 Euro entgegen

Stürmischer Beifall für junges Paar

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Katarzyna Wasiak am Flügel bot mit Maciej Baranowski am Horn eine harmonische Leistung.

hh Stendal. Ein energisches Hornsignal, dem ein verspielt beweglicher Pianopart folgte, eröffnete das Stipendiatenkonzert der Jütting-Stiftung.

Der mehrfach international preisgekrönte Hornist Maciej Baranowski und seine ebenso ausgezeichnete Begleiterin Katarzyna Wasiak stellten sich damit dem Stendaler Publikum vor.

Im folgenden ausgewogenen Sonatensatz gaben ihnen einander die Motive Raum für heiter besinnliche Entwicklung. Die Parabel VIII für Horn op.120 von Vincent Persichetti hatte für den Hornisten eine Vielzahl spritziger Motive und virtuoser Lauffiguren parat, die der junge Pole mit Bravour meisterte.

Neu im Konzert: Auch die begleitende Pianistin, ebenso jung wie ihr musikalischer Partner und Masterstudentin der Berliner Musikhochschule, bestritt zwei Solo-Auftritte. Hier, wie auch im zweiten Teil mit Karol Szymanowskis Mazurka op. 50 Nr.6 bestach sie durch ausgefeilte Technik besonders bei raffiniert angelegten Kapriolen.

Das Divertimento von Jean Francaix verlangte beiden Interpreten ausgeprägtes Rhythmusverhalten ab. Das jazzig geprägte Opus sprüht geradezu voller mutwillig sich überstürzender Einfälle, die vom Horn wie vom begleitenden Piano meisterlich interpretiert wurden.

Die beiden polnischen Solisten ernteten stürmischen Beifall vom Stendaler Publikum. Erfreut nahm der Hornist die Stipendienurkunde über 5 000 Euro entgegen und bedankte sich mit einer romantischen Zugabe zusammen mit seiner Pianistin.

Im nächsten Konzert am Sonntag, 29. April, stellt sich mit Stipendiatin Katharina Ruckgaber eine Sopranistin aus München vor. Bis November folgen weitere vier Konzerte.

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