Arneburger Stadtrat diskutiert über Winterdienst-Satzung der Verbandsgemeinde

Für Streusalz gilt kein Verbot

+

Arneburg. „Unser Problem sind eher die Zeitgenossen, die nicht streuen“, kann sich Karsten Rottstädt über die Streusalz-Debatte im Arneburger Stadtrat nur wundern.

Hans-Dieter Köppen (Linke) hatte am Dienstagabend moniert, dass Arneburgs Bauhof-Mitarbeiter mit einem Multicar Salz auf Gehwege etwa an der Elbstraße gestreut habe, obwohl diese Form der Glättebekämpfung „den Bürgern verboten“ sei. Es gebe gar eine entsprechende Satzung, glaubte er.

Dem widersprach Uwe Fenn (CDU). „Wir haben kein Salzstreuverbot, aber andere Kommunen haben das!“, zeigte der Christdemokrat Gefallen an einer Arneburg-Goldbecker Salzsperr-Regel. Und Karl Werner Vinzelberg (CDU) erinnerte an den Ursprung einer solchen je nach Winter schon geraume Zeit diskutierten Übereinkunft. „Wir wollten kein Salz mehr in Arneburg, weil Gehwegplatten hochgekommen sind.“

Während Bürgermeister Lothar Riedinger eine Klärung der Frage „bis zum nächsten Winter“ ankündigte und auf das gefüllte Salzlager verwies, zitiert der Fachmann aus dem Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Paragraf 8, Absatz 4 der Winterdienst-Satzung. Danach darf „Salz nur in geringen Mengen zur Beseitigung festgetretener Eis- und Schneerückstände verwendet werden“. Insgesamt sei der Kampf gegen die Winterglätte „auch eine wahnsinnige Kostenfrage“, gibt Rottstädt zu bedenken. Aber Arneburg sei „eine sehr gut beräumte Stadt“, die froh sein könne auf die Möglichkeiten ihres Eigenbetriebs, dem fürs Schnee- und Eisräumen ein Allrad-Unimog und für den Bordsteineinsatz ein Multicar zur Verfügung stehe und der keine Fremdfirmen brauche.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare