ZBA wisse schon seit 2013, dass die Telekom rund um Tangerhütte ausbauen wolle

Streit um schnelles Internet in der Altmark –Telekom: „ZBA lügt“

Altmark. Die Telekom bezichtigt den kommunalen Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) der Lüge.

Der ZBA wisse schon seit 2013, dass die Telekom rund um Tangerhütte ausbauen wolle „und behauptet dennoch das Gegenteil“, sagt Georg von Wagner, Sprecher der Deutschen Telekom AG Berlin. So habe ein Vertreter des Zweckverbandes während einer Bürger-Informationsveranstaltung in dieser Woche in Groß Schwarzlosen erklärt, dass sich kein privater Investor gefunden hätte, um die Orte der Einheitsgemeinde auszubauen. Entsprechende Dokumente zum Breitbandausbau der Telekom in der Altmark lägen dem ZBA seit 2013 vor, so von Wagner.

Wie der Sprecher gestern weiter erklärte, baue die Telekom im Tangerland nicht, weil der ZBA dort gerade für sein Breitband-Netz wirbt und den Ausbau dort anbietet, sollten sich 60 Prozent der Haushalte dazu bekennen (AZ berichtete), sondern man habe dies schon 2013 angekündigt. Von Wagner betont: „Der ZBA baut dort unter Inanspruchnahme öffentlicher Gelder aus, obwohl ihm unsere Planungen bekannt sind und sich damit also auch ein privater Investor gefunden hat.“

In den nächsten anderthalb Jahren will die Telekom über VDSL Geschwindigkeiten von bis zu 50 und zum Teil 100 Megabite je Sekunde (Mbit/s) in Arendsee, Bismark, Gardelegen, Havelberg, Kalbe, Klötze, Salzwedel, Stendal und Tangerhütte (mit Ortsteilen) sowie in den Verbandsgemeinden Arneburg-Goldbeck, Beetzendorf-Diesdorf, Elbe-Havel und Seehausen anbieten. In Tangermünde und Osterburg ist der Ausbau abgeschlossen.

Von Ulrike Meineke

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare