Schüsse des 37-Jährigen resultieren aus einem Streit mit den Stadtwerken

Streit um abgestelltes Wasser

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Der SEK-Einsatz am Dienstag in der Bismarckstraße resultierte offenbar aus einem Streit des 37-jährigen Schützen mit den Stadtwerken, weil bei ihm das Wasser abgestellt worden war.

Stendal. Die Schüsse in der Bismarckstraße am Dienstagnachmittag resultieren offenbar aus einem längeren Streit des Beschuldigten mit den Stendaler Stadtwerken.

Wie Heike Weidemann, Geschäftsbereichsleiterin für den Vertrieb der Stendaler Stadtwerke der AZ sagte, standen bei dem Schützen seit mehreren Monaten Rechnungen offen. Daraufhin wurde das Wasser für das Wohnhaus in der Bismarckstraße Nummer 4 am 28. November abgestellt. Am 5. Dezember erschien dann der 37-Jährige im Servicecenter der Stadtwerke und forderte lautstark, wieder Wasser in seinem Haus zu bekommen. Als die Stadtwerke dieser Forderung nicht nachkamen, stattete der Beschuldigte dem Servicecenter wiederum einen Besuch ab. Ein hier von einem Stadtwerke-Mitarbeiter angeregtes Schlichtungsgespräch scheiterte. Daraufhin beschädigte der 37-Jährige die elektronische Stechuhr im Eingangsbereich des Stendaler Energieversorgers. Tags darauf erstatteten die Stadtwerke Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Mann. Als am Dienstag ein Stadtwerke-Mitarbeiter die Sperrung des Wassers kontrollieren wollte, stellte dieser fest, dass die Sperrung aufgehoben worden war. Daraufhin sperrte der Stadtwerke-Mitarbeiter wieder das Wasser ab und begab sich zu seinem Fahrzeug, als die Schüsse vom 37-jährigen Stendaler auf ihn abgegeben wurden.

Wie Polizeisprecherin Doris Grunau mitteilte, wurden von der Spurensicherung keine Projektile gefunden. Zudem fanden die SEK-Beamten bei der Erstürmung des Hauses den Mann ohne Schusswaffe vor. Der gesuchte pistolenartige Gegenstand konnte noch nicht sichergestellt werden. Der Beschuldigte befindet sich zur Zeit aufgrund psychischer Probleme im Fachkrankenhaus Uchtspringe. Zur Tat selbst wollte der Mann gegenüber der Polizei nichts aussagen.

Diese ermittelt nun gegen den Beschuldigten wegen Bedrohung, versuchter Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Von Oliver Nowak

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