Farbenspiel soll Touristen anziehen / Hohenstein führt Kaschade-Geschäfte

Stiftern geht ein Licht auf: Kunst-Spektakel gestrafft

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Bei der Premiere der Lichttage wurde auch die astronomische Uhr in der Marienkirche kunstvoll ins Licht gerückt. Vorstand und Beirat haben nun die zweite Auflage im Blick.

Stendal. Die 2. Stendaler Lichttage erhalten mehr und mehr die nötige Energie. Die Planungen sind ein gutes Stück vorangekommen. Für das Stelldichein vom 20. bis 23.

Oktober führt die Stadt das organisatorische Zepter, die Kaschade-Stiftung will bei der Abrechnung helfen und schießt wie bei der Premiere 2015 Geld dazu. „Der Erfolg im letzten Jahr soll nun den einen oder anderen Sponsor mehr beflügeln“, hofft Tilman Tögel, alter und neuer Vorstandsvorsitzender. Die Einrichtung unterstützt die Lichttage 2016 mit 20 000 Euro. Noch einmal so viel Geld mögen Sponsoren geben, für die Hälfte existieren bereits Zusagen.

Bei der zweiten Auflage wird sich einiges ändern. Tögel: „Wir justieren nach.“ So dauert das künstlerische Stelldichein nur noch vier Tage und nicht mehr eine Woche und länger. Zudem konzentrieren sich die Organisatoren auf den Bereich Katharinenkirche, Altmärkisches Museum, Pulverturm, Tangermünder Tor und Alstom-Werk. Der Marktplatz und die Umgebung sowie das Stadtseegebiet bleiben außen vor. Das nächste Vorbereitungstreffen findet Ende März statt.

Das Spektakel könnte sich über kurz oder lang sogar zu einem regelrechten Touristenmagneten entwickeln, glaubt Nicole Laupsien. „Es hat für die Zukunft zumindest großes Potenzial, allerdings braucht alles, wie so oft im Leben, auch seine Zeit“, sagt die Sachgebietsleiterin für Veranstaltungsmanagement und Tourismus auf Nachfrage der AZ.

Die Kaschade-Stiftung, die mittlerweile ein Grundvermögen von einer Million Euro aufweist, sich der Internationalität verschrieben hat und nun verstärkt regionale Vorhaben fördern will, unterstützt 2016 neben diesem größeren Projekt etliche kleine. Als Beispiele seien genannt: Beschäftigungsprojekt für Asylbewerber, Kooperation zwischen der Stendaler Comenius-Sekundarschule und einer Schule im litauischen Vieksniai, Bau eines neuen Luchsgeheges im Tiergarten. Unterm Strich sollen dieses Jahr insgesamt 77 500 Euro ausgegeben werden.

Personell hat sich seit Freitagabend einiges getan: Andrea Hohenstein (Hochschule) übernimmt die Geschäftsführung von Prof. Hans-Jürgen Kaschade, der bekanntlich ob seines Alters kürzertreten will, aber dem Vorstand in beratender Form erhalten bleibt. Andreas Hoppe steht Tögel künftig als Stellvertreter zur Seite. Prof. Dr. Jutta Weber wechselt in den Stiftungsbeirat, den Rainer Erdmann weiter anführt. In dem Gremium arbeiten zudem: Hermine Kaschade, Thomas Barniske (Existenzgründerzentrum), Prof. Dr. Wolfgang Patzig (Hochschule), Prof. Dr. Max Kunze (Winckelmann-Museum), Juliane Kleemann (Kirche) und Prof. Dr. Jörg Fahlke (Johanniter-Krankenhaus).

Von Marco Hertzfeld

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