Mittelstraße nimmt erst Fahrt auf

Stendals Uchtstraße so gut wie fertig: Baustelle rückt zur Nachbarin

Die Arbeiten auf der Uchtstraße befinden sich auf der Zielgeraden. Die Pflastersteine im Vordergrund werden in dem Maße auch nicht mehr gebraucht.
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Die Arbeiten auf der Uchtstraße befinden sich auf der Zielgeraden. Die Pflastersteine im Vordergrund werden in dem Maße auch nicht mehr gebraucht.

Stendal – Sie sind ähnlich lang, verlaufen fast parallel zueinander und gehörten lange Zeit zu den übelsten Buckelpisten der Stendaler Altstadt.

Während sich die Bauarbeiten auf der Uchtstraße nun endlich dem Ende zuneigen, haben die auf der Mittelstraße dieser Tage erst so richtig begonnen.

„Beide Maßnahmen laufen plangemäß. Der Ausbau der Uchtstraße wird Ende März / Anfang April abgeschlossen“, verkündet Rathaussprecher Armin Fischbach auf Nachfrage der AZ. Das bedeutet nicht, dass alle und alles wirklich im Zeitplan liegen. Zur Erinnerung: Der grundhafte Ausbau dieser Strecke sollte ursprünglich bereits bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Inzwischen ist Frühling, etliche Wochen sind vergangen.

Die Bauarbeiten auf der Mittelstraße in Stendal haben in dieser Woche so richtig begonnen. Mit schwerer Technik wird das alte Pflaster angehoben und abtransportiert.

Mehr als eine halbe Million Euro wird in die Uchtstraße investiert. Die Witterung spielte mit, sodass ein nun avisiertes Bauende tatsächlich gehalten werden dürfte. Baustelle und Vollsperrung prägen dieser Tage auch die benachbarte Mittelstraße, die etwas mehr als 120 Meter misst und damit kürzer als die Uchtstraße sein dürfte. Beide Strecken nahe dem historischen Marktplatz der Hanse- und Rolandstadt waren von größeren Dellen und Flicken in der Fahrbahn gezeichnet. Typisch für die Mittelstraße und den Gehweg waren auch große Überhöhungen und Unebenheiten, der Untergrund schien regelrecht aus den Fugen. Die sanierungsbedürftige Mittelstraße rückt für die Stadt nun mehr in den Blickpunkt.

Die Fahrbahn besteht künftig aus Granit-Kleinpflaster in verschiedenen Grautönen und nicht mehr aus Großpflaster. Die neue Piste misst maximal viereinhalb Meter, einschließlich der Gossen. Auch viel Platz für Gehwege wird es weiterhin nicht geben, mit dem mittelalterlichen Grundriss der Innenstadt müssen neuzeitliche Planer zurechtkommen. Die Abwassergesellschaft und die Stadtwerke sind mit von der Partie und erneuern ihr Leitungssystem.

Die Gehwege lässt die Stadt vor allem aus Platten mit sogenannten Bischofsmützen und Granit-Kleinpflaster herrichten. Der Bord ragt in der Regel ganze drei Zentimeter in die Höhe, nicht mehr, sodass der Weg gegebenenfalls befahren werden kann. Die Beleuchtung wird auch an der Mittelstraße erneuert. Die Kosten für die Stadt schätzte das Bauamt zuletzt auf mehr als 400 000 Euro (die AZ berichtete). Die Finanzierung erfolgt aus dem Städtebaulichen Denkmalschutz und dem Stadtumbau Ost. „Mit den Bauarbeiten zum Ausbau der Mittelstraße wurde termingerecht begonnen“, heißt es aktuell aus der Pressestelle im Rathaus.

Ob und wann genau das Projekt in diesem Jahr abgeschlossen sein könnte, dazu gibt es bislang keine Angaben. Die Witterung und das, was die Arbeiter im Laufe der nächsten Wochen an zusätzlichen Herausforderungen im Untergrund vorfinden könnten, dürften natürlich auch bei diesem Projekt eine Rolle spielen.

VON MARCO HERTZFELD 

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