Keine Ladesäule für Lüderitzer Straße geplant

Stendals Strom-Tankstelle auf Eis

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Die technischen Voraussetzungen für eine E-Ladesäule auf dem Parkplatz Lüderitzer Straße gibt es, Pläne für den Aufbau liegen allerdings aktuell nicht vor.

Stendal – Die Voraussetzungen für Elektromobilität sind gegeben, trotzdem tut sich nichts. Vor einem Jahr wurde der Pendler-Parkplatz in der Lüderitzer Straße gegenüber des Bahnhofs für den Verkehr frei gegeben.

Auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern wurde dort Raum für 82 Fahrzeuge geschaffen. Mit der Verlegung von Leerrohren wurde auch die Möglichkeit offen gehalten, dort eine Ladesäule für Elektroautos aufzustellen.

Aber das bleibt vorerst Zukunftsmusik, denn aktuelle Pläne, das Projekt voranzutreiben, gibt es vonseiten der Stadt momentan nicht, teilt Pressesprecher Armin Fischbach auf AZ-Anfrage mit. „Die Idee ist jedoch nicht vergessen.“ Im Vorfeld des Parkplatzausbaus hatte die damalige Fraktion SPD/FDP/Piraten und Ortsteile den Vorschlag eingebracht, dort eine Ladestation zu errichten. Die Beschlussvorlage ist im Hauptausschuss allerdings wieder zurückgezogen worden.

Wie Fischbach weiter mitteilt, sei die Stadt bei der Bereitstellung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auf eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken oder Privaten angewiesen. Und auch für diese müsse sich das Aufstellen erst einmal rechnen. Derzeit erfolge eine Nutzung, so der Stadtsprecher, zwar wachsend, aber sporadisch.

Vonseiten der Stadtwerke gibt es allerdings grünes Licht für zwei andere Punkte, an denen Elektroautos künftig Saft zapfen können: Zum einen soll am Schadewachten eine Ladesäule entstehen. Eine weitere Möglichkeit Strom aufzutanken, bekommen E-Mobile in der Osterburger Straße/Ecke Mannsstraße, ist von Stadtwerke-Sprecher Rolf Gille zu erfahren. Letzter Punkt, unweit von Hochschule und Krankenhaus, sei strategisch gesehen, sehr verkehrsgünstig gelegen. Mindestens 15 000 bis 20 000 Euro müssten für eine Säule kalkuliert werden.

Wann mit den Arbeiten begonnen werde, stünde noch nicht fest. Sechs weitere Lademöglichkeiten in der Kreisstadt werden zudem von privaten Anbietern betrieben. Im Landkreis konnten zu Beginn des Jahres elf Normalladepunkte und zwei Schnellladepunkte gezählt werden.

Laut den Angaben des Lade-Infrastrukturkonzepts der Landesregierung solle allerdings eine Grundversorgung angestrebt werden, bei der alle 30 Kilometer ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt gegeben ist. Von jedem beliebigen Ort solle innerhalb von 15 Minuten eine Elektro-Zapfsäule erreichbar sein (AZ berichtete.)

VON LAURA KÜHN

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