1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Stendal

Stendals Landrat Puhlmann: Menge der Hilfesuchenden noch unklar

Erstellt:

Von: Stefan Hartmann

Kommentare

Spendensammlung für Ukraine
An zahlreichen Orten werden bereits Spenden für die Ukraine gesammelt. In Kürze will sich der Landkreis Stendal ebenfalls beteiligen. Fotos: Imago-Images / Hartmann / Archiv © Rainer Droese via www.imago-images.de

Nach einem ersten Treffen des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse startet der Landkreis Stendal seine Vorbereitungen auf das Eintreffen von Asylsuchenden. Wie viele es werden, und wann sie eintreffen, sei jedoch noch unklar. 

Stendal – Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (Stab SAE) hat gestern im Landkreis Stendal seine Arbeit aufgenommen. „Noch ist nicht klar, wie viele Menschen aus der Ukraine im Landkreis Stendal Zuflucht suchen werden“, stellt Landrat Patrick Puhlmann (SPD) in einer Pressemitteilung am späten Dienstagnachmittag fest. Dennoch sei es, wichtig zu helfen „Wir müssen gut vorbereitet sein.“

Hilfsbereitschaft und Engagement seien im Landkreis Stendal groß. „Täglich erhalten wir Angebote für eine Unterbringung von Flüchtlingen oder Sachspenden. Dafür bereits heute meinen herzlichen Dank“, sagt der Landrat. Allerdings sei die Kreisverwaltung noch nicht soweit, wie es notwendig wäre, und bittet um Geduld. Sämtliche Güter und Angebote sollen kanalisiert werden, um sie optimal nutzen zu können. Weitere Informationen sollen zu diesem Aspekt noch folgen.

Der Stabsleiter SAE ist der Erste Beigeordnete des Landkreises Sebastian Stoll. Nach der ersten Beratung des Stabes am Dienstag wurden schon einige erste Festlegungen getroffen. Der Landkreis wird in Abstimmung mit den Einheits- und Verbandsgemeindebürgermeistern Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Dies soll zunächst in Stendal, Osterburg und Tangerhütte vorbereitet werden. Darüber hinaus können auch Privatpersonen Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung stellen. Dafür bereitet die Kreisverwaltung derzeit ein Onlineformular vor, das ab Donnerstag, 3. März, unter www.landkreis-stendal.de abrufbar sein soll.

Ebenfalls ab Donnerstag steht Bürgern unter Tel. (03931) 607 171 ein Bürgertelefon zur Verfügung. Die Strukturen zur Annahme von Sachspenden im Landkreis befinden sich derzeit noch im Aufbau. Eine Liste der benötigten Materialien werde zeitnah veröffentlicht, heißt es in den ersten Beschlüssen des Stabes.

Auch finanzielle Unterstützung soll ermöglicht werden. Dafür hat der Landkreis Stendal ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse Stendal eingerichtet (siehe Infokasten). Die genaue Verwendung der Spenden wird zu gegebener Zeit vom Kreistag Stendal festgelegt und soll den Menschen in der Ukraine zu Gute kommen.

Auch interessant

Kommentare