Projekt kostet 33 Millionen Euro / Altbauten sind größtenteils leergezogen / Bauzeit bis 2019

Stendals Klinik-Ausbau startet im Frühjahr

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Das Johanniter-Krankenhaus soll für rund 33 Millionen erweitert werden. Die Eckbebauung Wendstraße / Nordwall wird abgerissen, dort entsteht ein Neubau. Diese Häuser stehen teilweise bereits leer.

Stendal. Was schon lange geplant war, wird nun am Rolandstädter Johanniter-Krankenhaus in die Tat umgesetzt. Bis zum Jahr 2019 wird auf dem Areal an der Wendstraße zurück- und schließlich wieder neu gebaut. Zunächst muss der Gebäudekomplex am Nordwall abgerissen werden.

„Seit dem Herbst vergangenen Jahres laufen intensive Vorbereitungen“, berichtet Claudia Klupsch, Sprecherin des Krankenhauses. Das Mammutprojekt schlägt voraussichtlich mit rund 33 Millionen Euro zu Buche.

Der Abriss der Gebäude des Komplexes direkt am Nordwall – ein historischer Altbau (Haus 6) und die Eckbebauung (Haus 3 - 5) – ist zu Beginn des Jahres endgültig genehmigt worden. Das bisherige Gebäude für Pflegedienstleitung und Medizincontrolling wurde leergezogen, ebenso der Standort des Johanniter-Zentrums für medizinische Versorgung (MVZ) im Bereich Urologie- und Gefäßambulanz. Das MVZ ist nun in einem Teil der Kinderklinik an der Bahnhofstraße zu finden. Auch der Umbau des Küchentraktes geht weiter voran. Die Arbeiten dort sollen im Jahr 2017 abgeschlossen werden.

Auf dem frei werdenden Areal am Nordwall entsteht nach Abschluss der Umzüge und Abrissarbeiten der geplante Neubau-Komplex. Im Ausschuss für Stadtentwicklung wurde die Erweiterung des Krankenhauses im November 2015 beschlossen. Bereits seit neun Jahren wurden im Johanniter-Krankenhaus Baumaßnahmen auf der Grundlage des aktuellen Bebauungsplanes umgesetzt, so eine Beschlussvorlage des Stendaler Planungsamtes. „Ganz andere Anforderungen an ein Krankenhaus als noch im Jahr 2006“ würden demnach einen Neubau mit größerer Grundfläche und mehr Stockwerken erfordern. Der Neubau, Haus D, soll an das bestehende Haus A angebaut werden und sich in seiner Ausdehnung in Richtung Nordwall bis an die Kante des ehemaligen historischen Altbaus erstrecken.

„Die umfangreichen Umbauten des Küchentraktes stehen vor dem Abschluss. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im März“, berichtet Klupsch auf AZ-Anfrage, „ab dem spätem Frühjahr erfolgt der Abriss.“ Die Bauzeit betrage voraussichtlich 27 Monate. Dem Stendaler Stadtrat würden derzeit noch Änderungsanträge für die Bebauung vorliegen.

Laut dem Planungsamt ist die Förderung der Krankenversorgung in der Hansestadt ein erklärtes Ziel des Bauvorhabens. Darüber hinaus gehe es um die Sicherstellung von Arbeitsplätzen sowie um die Versorgung der erwarteten, steigenden Patientenzahlen bis zum Jahr 2020.

Der Neubau solle auch der Gestaltung des Ortsbildes sowie der Erhaltung stadtgestaltender Laubbäume dienen. Wie das Amt weiter mitteilt, sei bei Bau- und Erdarbeiten mit archäologischen Fundstellen zu rechnen.

Von Mike Höpfner

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