Kabine wird abgetrennt

Stendals Busfahrer bleiben unverhüllt: Spuckschutz fährt bald mit

Ein Vordereinstieg beim Fahrer soll „nach und nach“ wieder möglich sein. Am Montag, 27. April, beendet die Mobilitätszentrale im Bahnhof ihre Corona-Pause.
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Ein Vordereinstieg beim Fahrer soll „nach und nach“ wieder möglich sein. Am Montag, 27. April, beendet die Mobilitätszentrale im Bahnhof ihre Corona-Pause.

Stendal – Weil vom Land angekündigte, spezielle Hygiene-Pläne für den am Donnerstag schrittweise gestarteten Schulbetrieb erst Ende April fertig werden sollen, sind Jugendliche der Abschlussklassen in ihren Lehrstätten zum gründlichen Händewaschen verdonnert.

25 Sekunden soll die Prozedur mit Wasser, Seife und Papierhandtüchern mindestens dauern.

Für möglichst viel Hygiene soll auch der verstärkte Einsatz von Reinigungspersonal im Berufsschulzentrum Stendal sowie den Gymnasien, Gemeinschafts- und Sekundarschulen im Kreis sorgen. Täglich von montags bis freitags würden zusätzlich auch die Tische aller Unterrichtsbänke abgewischt sowie die Toiletten geputzt, wie Vize-Landrat Dr. Denis Gruber auf der Corona-Pressekonferenz des neuen Stendaler Kreisverwaltungschefs, Patrick Puhlmann (SPD), berichtet hat.

Für den „Eigen- und Fremdschutz“ der Abschlussklassenschüler, die am gestrigen Donnerstag nach knapp sechs Wochen als Erste nach der pandemiebedingten Pause wieder im Klassenzimmer Platz nehmen durften, gilt wie für ganz Sachsen-Anhalt die Gesichtsschutzpflicht auch beim Fahren mit dem Schulbus. Als textile Barrieren sind neben handelsüblichen Masken oder selbst genähten Varianten von Mund-Nasen-Schutz auch Tücher und Schals erlaubt.

„Busfahrer dürfen sich nicht verhüllen.“Dr. Denis Gruber, Vize-Landrat.

Diesen Gesichtsschutz aber dürfe eine maßgebliche Person in den Bussen auf keinen Fall vors Gesicht ziehen. „Eine Verhüllung von Fahrzeugführern ist laut Straßenverkehrsordnung verboten“, stellt Gruber klar. Vom Betreiber des Öffentlichen Personen- und Nahverkehrs (ÖPNV), Stendal-Bus, habe der Landkreis die Information erhalten, dass „für das Fahrpersonal eine Abtrennung des Fahrbereichs schrittweise in den Bussen eingebaut wird“, teilte Gruber mit.

Die generelle Umsetzung der jeweiligen Hygeniepläne für die einzelnen Schulen hänge von einer Ausarbeitung der speziellen Maßnahmen durch die Kultusministerkonferenz ab, die erst nach dem 29. April zur Verfügung gestellt werde. Zu gewährleisten seien in allen Schulen auch die geltenden Abstandsregeln. Für das Zurverfügungstellen von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln durch das Bildungsministerium für die Lehrstätten in der Ostaltmark lägen derzeit „noch keine konkreten Informationen“ vor. Angedacht sei, dass Masken angeliefert würden, in welcher Art und in welchem Umfang könne die Kreisverwaltung derzeit aber noch nicht sagen, betonte Gruber.

VON ANTJE MAHRHOLD

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