Fahrstühle und neue Grundrisse

Stendaler Wohnungsbaugesellschaft investiert 6,5 Millionen Euro

SWG-Geschäftsführer Daniel Jircik präsentiert eine mögliche Grundrissänderung, um aus zwei Einraumwohnungen eine großzügige Zweiraumwohnung zu machen.
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SWG-Geschäftsführer Daniel Jircik präsentiert eine mögliche Grundrissänderung, um aus zwei Einraumwohnungen eine großzügige Zweiraumwohnung zu machen.

Stendal – „Bei dem schönen Wetter bauen wir gerne“, wollte SWG-Geschäftsführer Daniel Jircik eigentlich bei seiner Begrüßung zur Vorstellung der Baumaßnahmen 2020 sagen. Zu seinem Pech hatte der Dienstag, nach einem sonnigen Montag, mit Regen begonnen.

Dennoch wird die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft im laufenden Jahr rund 6,5 Millionen Euro investieren.

Für gewöhnlich sind es seit neun Jahren rund sechs Millionen Euro, also 54 Millionen insgesamt. Aufgrund einer neuen Großbaustelle, die sich noch bis 2021 strecken wird, ist es dieses Jahr ein wenig mehr. Bei der großen Investition handelt es sich um den ersten Bauabschnitt des zweiten Studentenwohnheims der SWG. Darin werden 600 000 Euro investiert. Dabei soll in diesem Jahr bis zum Winter der Rohbau fertiggestellt werden.

Im Frühjahr 2021 wird dann der Innenausbau vorangetrieben, damit das Wohnheim pünktlich zum Beginn des Wintersemesters für Studenten zur Verfügung steht. Das Gebäude soll neben den Wohneinheiten auch über einen eigenen Fahrradraum und einen Fitnessraum verfügen. „Das gehört mittlerweile einfach dazu“, erklärt Jircik. Generell sehe er einen Markt für 30 weitere Studentenwohnungen in diesem Gebiet, die mit dem Gebäude abgedeckt werden sollen. „Ein Haus 3 wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben.“

Die größte Ausgabe, die für das laufende Jahr geplant ist, ist jedoch der Ausbau des Hauses an der Hans-Schomburgk-Straße. „Das ist auf den demografischen Wandel zurückzuführen“, erläutert Jircik. Nachdem an dem Haus mit Blick auf den Tiergarten in den vergangenen Jahren sechs Aufzüge angebracht wurden, folgen im laufenden Jahr vier weitere. „Entscheidend ist die Lage, alles andere kann man ändern“, beschreibt Jircik den Gedanken hinter dem Projekt. Die schönste Immobilie am falschen Ort ist nichts wert.

Und am besten Ort benötigt sie die Einrichtung, damit auch ältere Mieter ohne große Probleme die oberen Stockwerke erreichen können. Aufzüge werden auch an der Scharnhorststraße und an der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 8 und 12 eingerichtet. Über 1,6 Millionen Euro werden in die Grundrissänderung und Wohnungsvorrichtung investiert, um Wohnraum im Stadtgebiet zeitgemäß zu gestalten. „Dreiraumwohnungen mit 55 Quadratmetern brauchen Sie jungen Leuten nicht anzubieten“, sagt Jircik. Zweiraumwohnungen bei dieser Größe seien im Gegensatz dazu jedoch durchaus gefragt.

VON STEFAN HARTMANN

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