Gericht arbeitet Stadtsee-Unfall auf

Stendaler Todesfahrer erhält Bewährungsstrafe: Blumen erinnern an 20-Jährige

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Kerzen und Blumen sind in den vergangenen Monaten immer wieder erneuert worden. Die Anteilnahme gerade in Stendal-Stadtsee scheint weiterhin groß.

Stendal – Der folgenschwere Unfall an der Stendaler Stadtseeallee Mitte August vorigen Jahres hatte für große Anteilnahme in der Bevölkerung gesorgt. Noch heute erinnern Kerzen und Blumen an den Tod der 20-Jährigen.

Knapp ein Jahr später ist ein rechtlich bislang unbescholtener 43-jähriger Rolandstädter nun vor dem Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Die Freiheitsstrafe sei für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden, teilt Gerichtssprecherin Stefanie Hüttermann auf Nachfrage der AZ mit.

Zudem muss der Todesfahrer von der Stendaler Stadtseeallee als Bewährungsauflage 1500 Euro an die Mutter der Getöteten zahlen. Seine Fahrerlaubnis kann er nicht allzu schnell wiederbekommen, eine 18-monatige Sperre zur möglichen Wiedererlangung wurde verhängt. Das Urteil vom Prozess ist laut Hüttermann noch nicht rechtskräftig, die sogenannte Rechtsmittelfrist läuft.

Die 20-Jährige hatte die Straße am Abend des 17. August 2018 nahe der ausgeschalteten Ampel betreten. Der Audifahrer soll mit überhöhtem Tempo unterwegs gewesen sein. Außerdem sei nachweislich Alkohol im Spiel gewesen. Die junge Frau wurde von dem Pkw erfasst und starb noch an der Unfallstelle.  tz

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