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Stadtrat: Zuschüsse für das Theater der Altmark bleiben erhalten

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Von: Lisa Maria Krause

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Der Eingang des Theaters.
Gelder der Stadt Stendal, die in das Theater der Altmark fließen sollen, sind wieder Thema im Stadtrat. Die AfD-Fraktion will sie kürzen. Die Mitglieder stimmten dem Antrag nicht zu. © Lina Wüstenberg

Wie schon so oft, wurden auch am Montag wieder die Finanzen rund um das Theater der Altmark (TdA) im Stadtrat diskutiert. Die AfD-Fraktion wollte kurzfristig beantragen, dass die Gelder im aktuellen Haushalt auf 500 000 Euro runter gekürzt und zusätzlich die Unterstützung der Freiwilligen-Agentur Altmark komplett gestrichen wird. Die Stadträte wiesen beide Anträge zurück.

Stendal - Arno Bausemer (AfD) begründete den Antrag seiner Fraktion zum TdA damit, dass eine sechsstellige Steigerung irgendwann ein Fass ohne Boden sei. Auch in der freien Wirtschaft müssten solche Ausgaben ausgeglichen werden. Es stelle sich die Frage, „wie in Zukunft das Theater der Altmark mehr Einnahmen generieren will“. Deshalb wolle die Fraktion ein Zeichen setzen.

Joachim Röxe (Linke/Grüne) bezeichnete den Antrag als ein Unding. Besonders, weil er nur wenige Minuten vor dem Beschluss des Haushaltsplans 2022 gestellt wurde. „Die Richtung ist immer dieselbe gegen das Winckelmann-Museum und das Theater der Altmark.“ Mit 27 Nein-Stimmen entschied sich der Stadtrat gegen den Antrag. Damit sind für Sach- und Dienstleistungen des TdA weiterhin 553 000 Euro eingeplant.

Auch der Antrag der AfD-Fraktion auf Einsicht in die Akten zur Sanierung des TdA stand erneut auf der Themenliste. Die Stadträte einigten sich darauf, dass Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) zeitnah einen Termin dafür bekannt geben soll. Die ursprünglich angedachte Zeitspanne zur Terminwahl lief Mitte März aus.

Die Freiwilligen-Agentur Altmark soll aus verschiedenen Gründen aus Sicht der AfD-Fraktion von der Liste der eingetragenen, von der Stadt unterstützten Vereine gestrichen werden: Auf der Webseite der Freiwilligen-Agentur sei unter anderem keine genaue Aufstellung ihrer Projekte zu finden. Bausemer kritisierte die aus seiner Sicht fehlende Offenheit des Vereins und fügte hinzu: „Da soll Politik gemacht werden.“

Alle Kandidaten zur Oberbürgermeister-Wahl in Stendal seien zu einer Veranstaltung geladen, Bausemer jedoch unter angeblich fadenscheinigen Begründungen wieder ausgeladen worden. Der ehemalige Kandidat hinterfragte, wie demokratiefeindlich der Verein möglicherweise ist. Jacob Beuchel (SPD/FDP/Ortsteile) empörte sich über diesen Antrag und bezeichnete ihn als niveaulos. Die AfD wolle damit nur Rache üben. „Das, was sie hier ableisten, ist die wahre Demokratiefeindlichkeit.“

Der Antrag wurde schließlich mit 24 Nein- und acht Ja-Stimmen sowie vier Enthaltungen abgelehnt.

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