Erste Arbeiten nächste Woche / Neue Elemente folgen im September

Stendaler Skatepark-Ausbau steht in den Startlöchern

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BMX und Skateboard sind an der Erich-Weinert-Straße zuhause. Der Bereich wird nun um- und ausgebaut. 

Stendal – Die Arbeiten im einzigen Skatepark der Stadt beginnen nächste Woche. Skateboarder wie BMX-Fahrer dürften einem veränderten Parcours bereits entgegenfiebern. Arbeiter bauen die Minipipe auseinander. Eine Seite wird auf den ehemaligen Bolzplatz nebenan umgesetzt.

Der große Rest soll umgebaut, mit Auffahrblechen versehen und wie die anderen Elemente auch anders angeordnet werden. Das heißt: Es kommt ordentlich Bewegung in den Komplex an der Erich-Weinert-Straße. Drei Elemente werden gänzlich neu aufgestellt. Sie heißen Quarterpipe / Vertramp, Flybox und Spineramp. „Liefertermin ist voraussichtlich im September“, informiert Stadtsprecher Philipp Krüger. Der komplette Um- und Ausbau wird also seine Zeit brauchen.

Bei den Neuzugängen handelt sich nicht zuletzt um Rampen und Röhren in verschiedenster Ausführung, eine digitale Darstellung für die Öffentlichkeit liegt dem zuständigen Amt noch nicht vor.

Stadt investiert in ihre einzige Anlage

Die Kosten für die drei neuen Elemente erhöhen sich um circa 7.000 Euro. „Da der von uns prognostizierte Preis in diesem sehr spezialisierten Bereich von dem einzigen Anbieter nicht angeboten wurde.“ Hinzu kommen laut Rathaussprecher Kosten für die Bauhofleistungen und den Umbau beziehungsweise die Anpassung der vorhandenen Elemente durch ein örtliches Metallbauunternehmen. Anfang Juli war die Rede von circa 51.000 Euro für die drei neuen Elemente. Das Land fördert die Erweiterung der Rollbrett-Anlage in der Hansestadt mit 21.500 Euro.

Der Skatepark nahe Neubaugebiet und Stadtsee ist vor gut zehn Jahren eingerichtet worden. Auf die Asphaltfläche kamen damals Elemente aus dem Jugendklub „Zenit“ und von einer Anlage an der Gardelegener Straße. Später ließ die Stadt zusätzliche Elemente wie Banks, Ramps, Rails und Tables anschaffen und Umbauten vornehmen. Die Ausstattung weise zwar schon einige Schrammen und Dellen auf, sei aber noch in Ordnung und vor allem sicher, hieß es schon vor eineinhalb Monaten aus dem Rathaus. Einige Teile sind bereits mehr als zwei Jahrzehnte alt und damit älter als so mancher Nutzer der Anlage. Der Skatepark ist Teil eines großen Freizeitkomplexes mit unterschiedlichen Ballsportangeboten und zusätzlichen Bewegungsbereichen.

BMX und Rollbrett 2020 bei Olympia

Das Gelände, auf dem sich vor allem junge Leute tummeln, ist manch Älterem ein Dorn im Auge. Der Platz sei häufig regelrecht vermüllt und immer wieder durch Zerstörungswut gezeichnet. Brandstellen, zerstörte Abfallbehälter, Glasbruch, beschädigte Geländer, zählte ein Stadtsprecher im Frühsommer auf. Natürlich werde es dort auch laut, lauter als anderswo in der Stadt. Das Ordnungsamt habe ein Auge auf alles und laufe regelmäßig Streife. Wobei: Bislang konnten weder Ordnungswidrigkeiten noch Straftaten konkret nachgewiesen werden. Die Fläche wird täglich von Abfall befreit, Graffiti werden nicht entfernt, anders wäre es bei jenen mit verfassungsfeindlichen Symbolen.

Bei den Kontrollen zeige sich nach wie vor eines: Dass der Platz von der Jugend sehr gut angenommen wird. In etlichen halbwegs großen Städten gibt es eine Anlage für Skateboarder. Die einstige Trendsportart hat sich längst etabliert. Sowohl Skateboarden als auch Fahrradform BMX werden bei den Olympischen Spielen 2020 in Japan erstmals offiziell und richtig vertreten sein.

Ordnungsamt hat Gelände im Blick

Dass beides auch im öffentlichen Raum mehr Beachtung findet, erscheint auch der Stadt logisch. Politik und Verwaltung konzentrieren sich auf den Komplex beim Stadtsee. Weitere Skateanlagen sind vorerst nicht geplant.

VON MARCO HERTZFELD

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