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Stendaler Schuhhändlerin zum Nikolaustag: Produkte einmal pro Woche schützen

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Von: Stefan Hartmann

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Schuhhändlerin Carola Garlipp sitzt auf einer Treppe und pflegt Lederschuhe mit einer Bürste.
Regelmäßige Pflege gehört dazu, um möglichst lange etwas von dem Produkt zu haben, erklärt Schuhhändlerin Carola Garlipp. © Hartmann, Stefan

Vielerorts stehen am 6. Dezember frisch geputzte Stiefel und Schuhe herum: Es ist Nikolaustag. Doch das reicht nicht zwangsläufig aus. Gute Schuhe wollen einmal pro Woche gepflegt werden, rät eine Stendaler Schuhhändlerin. 

Stendal – Zahlreiche frisch geputzte Schuhe und Stiefel zieren traditionell am Nikolaustag, dem 6. Dezember, nicht nur die altmärkischen Haushalte. Für so manche Fußbekleidung ist – außer für besondere Anlässe oder bei außergewöhnlichen Verschmutzungen – die einzige Reinigung oder Pflege, die sie im Jahr erhält. Das sei jedoch ein großer Fehler, wie die Stendaler Schuhhändlerin Carola Garlipp auf AZ-Nachfrage erklärt.

Das gilt nicht nur, aber insbesondere während der kalten Jahreszeit, wenn Schuhe – aber auch Handtaschen und andere Produkte – Wind, Wetter und dem Regen ausgesetzt sind. Aus dieser Perspektive ist Anfang Dezember nicht die schlechteste Zeit, um Schuhen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. „Einmal pro Woche“, schlägt Garlipp als mögliches Intervall vor. Schließlich handelt es sich bei Leder um ein Naturprodukt, das aus Tierhaut hergestellt wird. Ebenso wie die menschliche Haut kann es damit altern und muss regelmäßig gepflegt und eingecremt werden. Das gilt auch für alle anderen Materialien, aus denen Schuhe, Handtaschen und sonstige Gebrauchsgegenstände hergestellt sind. Auch wenn sich für diese die jeweiligen Empfehlungen natürlich unterscheiden. „Immer die Pflegehinweise beachten“, erinnert die Geschäftsinhaberin.

Einer der Orte, an denen sich die geputzten Schuhe am 6. Dezember sammeln, ist die Kita Abenteuerland. Gemeinsam geputzt worden sei allerdings nicht, wie Kitaleiter Bernd Mitsch auf AZ-Nachfrage erklärt. „Ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Kinder die Schuhe zuhause putzt“, sagt er. Dabei sei es vermutlich auch nicht so wichtig, ob der Schuh oder Stiefel tatsächlich schmutzig ist oder nicht. Schon einfach mal eine Bürste in der Hand gehabt zu haben, könne schon helfen, die Erinnerung zu verknüpfen, dass Schuhe auch gepflegt werden müssen, wenn sie lange halten sollen.

Auch wenn es keine gemeinsame Putzaktion in der Kita gab, wird ein Besuch des Nikolaus erwartet, erklärt Mitsch. Dabei soll es für jedes Kind etwas Kleines geben. „Etwas süßes und etwas obstiges“, gibt er als kleine Vorschau preis. „In der Kita geht es auch um die Geste“, erklärt er. Um die Tagestradition des Beschenkens von Menschen, die wenig haben, kennenzulernen, haben die Kinder auch spielerisch die Legende des Nikolausfestes kennengelernt. Dieser zur Folge hat der Bischof Nikolaus von Myra für arme Familien das Kirchengold gespendet, damit die Kinder nicht von Piraten verschleppt wurden.

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