„Anklang gefunden“

Stendaler Restaurant nimmt an Fernsehwettbewerb teil

Starkoch Mike Süsser, Geschäftsführer Jörg Engel-Siersleben und das „Mainly“-Team.
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Starkoch Mike Süsser (l.) besucht Geschäftsführer Jörg Engel-Siersleben (r.) und das „Mainly“-Team zu den Dreharbeiten eines Fernsehwettbewerbs in Stendal.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Was serviert ein Restaurantbetreiber einem Starkoch, damit dieser ein Gefühl für die Küche und das Konzept dahinter bekommt? Jörg Engel-Siersleben, Geschäftsführer des „Mainly“ in Stendal, hat sich dafür folgendes Gericht überlegt: Rinderbäckchen mit Wurzelgemüse und Kartoffel-Pastinaken.

Stendal - Was er den anderen vier Gaststättenbesitzern aus Magdeburg und Umgebung in einem Drei-Gänge-Menü vorsetzte, wollte Engel-Siersleben der AZ allerdings nicht verraten, denn das soll erst in einer späteren Runde von „Mein Lokal, dein Lokal“ Anfang November ausgestrahlt werden.

Die meisten werden das Konzept hinter der Sendung bereits kennen: Fünf Restaurantbetreiber aus einer Region bewerten gegenseitig ihr Essen. Die Teilnahme kam für die Stendaler Gaststätte recht überraschend, denn gerade erst seit zwei Monaten ist das „Mainly“ ein richtiges Restaurant. Vor ein paar Wochen erhielten sie einen Anruf, wie Engel-Siersleben berichtet. Dort wurde ihnen die Teilnahme vorgeschlagen. Ein Casting gab es in dem Sinne nur, dass das Team des „Mainly“ Videos mit verschiedenen Fragestellungen drehen musste, nachdem die Stendaler dann ausgewählt wurden. „Vor zwei Wochen war Mike Süsser da. Er schaut sich das Konzept an und bewertet das Gericht.“

Eben der Besuch des Starkochs hat Engel-Siersleben besonders gefallen. „Das war nicht immer so. Es verleiht der Sendung einen neutralen Charakter.“ Der Geschäftsführer hatte sich in Vorbereitung auf den Dreh ein paar Folgen angesehen. Dass ein Wettbewerbscharakter zwischen den Restaurantbetreibern entstehe, sei nicht selten. „Es war eine sehr gute Runde auf sehr hohem fachlichen und zwischenmenschlichen Niveau“, freut er sich allerdings über seine erste Erfahrung vor der Kamera. In der vergangenen Woche wurde dann innerhalb von gerade einmal fünf Tagen alles abgedreht. „Das war sehr stressig für alle Beteiligten. Wir haben gedreht von morgens bis in die Nacht rein.“ Und das jeden Tag an einem anderen Ort. Ein Hotel schlug Engel-Siersleben aus. „Ich wollte dann doch lieber im eigenen Bett schlafen.“

Ob „Mainly“ am Ende gewonnen hat, durfte der Geschäftsführer natürlich nicht verraten. Nur so viel: „Unser Konzept hat Anklang gefunden.“ Eine Teilnahme an einem ähnlichen Format kann sich Engel-Siersleben vorstellen. „Aber dann mit Abstand von zwei Jahren.“ Der Austausch mit anderen Gastronomen und der Blick hinter die Kulissen eines Drehs habe seinen Horizont erweitert. „Es war auch der Ehrgeiz und der eigene Anspruch, das Team zu präsentieren.“ Selbstverständlich sei er beim ersten Mal nervös und aufgeregt gewesen. Besitzer des „Mainly“ ist das Familienunternehmen der Weihrauchs, die ein weiteres Restaurant in Stendal haben. Bis vor Kurzem war der Laden ein „Foodstore“, ein Lebensmittelgeschäft mit frischen Speisen.

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