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Stendaler Oldtimer glänzen in Japan

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Von: Marco Hertzfeld

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Der Netzbeitrag für Japan zeigt die Oldtimerhalle in Stendal.
In japanischer Schrift ist eine Oldtimerparade in der Ausstellungshalle am Nordwall beschrieben. Der Stendaler Verein begibt sich in eine für ihn gänzlich neue Spur. © Marco Hertzfeld

Der Verein Nordwall Classic Garage zeigt mit einem Netzbeitrag extra Flagge in Japan. Ein Journalist aus Fernost hat über Berlin die Oldtimerfreunde in Stendal besucht.

Stendal – „Wir schaffen es inzwischen bis nach Japan“, sagt Michael Trösken. Altmärkische Oldtimerfreunde in Fernost, für einen Fachaustausch, für eine Ausstellung, für eine Ausfahrt, für eine Rallye? Der Stendaler schüttelt den Kopf, grinst und öffnet eine Seite im Internet. Der Verein Nordwall Classic Garage hält sich erst gar nicht mit einer langen Anreise auf, er nutzt die Datenautobahn. Ken Moriya, ein japanischer Journalist, weilte Ende 2021 in der Kreisstadt, besuchte die Halle am Nordwall, sprach mit den Motorfans, notierte und fotografierte. Das Ergebnis dieser Arbeit lässt sich nun im weltweiten Netz betrachten. „Wir erhoffen uns davon noch einmal ganz andere Aufmerksamkeit und natürlich, unsere Heimat Stendal könnte ein Stück weit bekannter werden.“

Oldtimerfreund Trösken in Stendal studiert den japanischen Beitrag am Monitor.
Vereinsvorsitzender Michael Trösken schaut sich in Stendal die Japanseiten an. Der Beitrag soll auch bald und möglichst unkompliziert auf Deutsch zu lesen sein. © Marco Hertzfeld

Moriya notiert und fotografiert

Wer der Adresse www.gaisha-oh.com folgt, sieht reichlich Autoren und Beiträge sowie naturgemäß jede Menge japanische Schrift. Der Verein hat sich bereits über ein soziales Netzwerk bei dem Japaner bedankt und dessen Beitrag dort verlinkt. Schon bald soll dieser auch mit der Vereinsseite www.nordwall-classic.de verbunden sein. Und: Eine Umschalte soll deutschen Zungen das Lesen möglich machen. Erster Adressat seien aber nun einmal die Asiaten. Inwieweit sich der eine oder andere Japaner mehr für eine Stippvisite in der Altmark begeistern lässt, bleibt abzuwarten. Die Werbetrommel scheint jedenfalls kräftig gerührt. Vereinschef Trösken, Jörg Punzel und Mitstreiter haben ihre Schätzchen ins rechte Licht gerückt. Historische Automobile und Motorräder begeistern.

Werbetrommel schlägt bis Asien

Der Kontakt zu Moriya sei über Michael Student, einen Künstler und Mallehrer, zustande gekommen. „Herr Student kennt die Berliner Künstlerszene und einiges drumherum“, erläutert Trösken im Gespräch mit dieser Zeitung. Student hatte unter anderem auch schon eine japanische Künstlerin für eine Ausstellung nach Tangermünde geholt (die AZ berichtete). Journalist Moriya lebt laut Stendaler Vereinsfreunden zurzeit in Berlin und recherchiert zum Thema Automobilität in Deutschland. Er veröffentliche regelmäßig Beiträge auf einer Website in Japan. Aus welchem Antrieb und in welchem Maße dies nach professionellen Maßstäben geschieht, Trösken vertraut und ist von dem Ergebnis sichtlich überzeugt. „Unsere jahrelange Arbeit und die Geschichte werden bis nach Japan getragen.“

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