Während der Sanierung: Theater gastiert 2020 in Kino, Markthalle und Co.

Stendaler Kulturstätte entdeckt neue Orte

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Eine energetische Sanierung steht im Theater der Altmark im kommenden Jahr auf dem Plan. 

Stendal – „Wir müssen mit der Zeit gehen“, betont Magdalena Burkhardt, Pressesprechern des Theaters der Altmark. Und dazu gehört vor allem die Modernisierung des Stendaler Kulturgebäudes hinsichtlich seines Energieverbrauchs oder, wie es in der Fachsprache heißt, energetische Sanierung.

Angesetzt ist diese für das kommende Jahr. Zwischen Januar und November 2020 sollen nicht nur Heizung, Warmwasser und Lüftung den aktuellen Standards angepasst werden. Denn: „Vieles ist nicht mehr zeitgemäß“, weiß die Sprecherin.

Einschränken sollen die Bauarbeiten im Theaterhaus den Spielbetrieb aber nicht, wie die AZ erfährt. Stadtoberhaupt Klaus Schmotz hatte in einer Sitzung des Stadtrates im vergangenen Jahr bereits angedeutet, dass die von ihm gern als „schönstes Theater der Altmark der Welt“ betitelte Kulturstätte für die Zeit der Sanierung auf andere Spielorte ausweichen werde. Welche das sind, war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Burkhardt verrät nun, dass die Vorstellungen zwischen Januar und November voraussichtlich in der Kleinen Markthalle, im Stendaler Kino und diversen Stendaler Schulen ausgetragen werden. „In der Freilichtsaison möchte das Theater neben den etablierten Open-Air-Spielstätten Gerberhof und der Klosterruine Arendsee auch den Klostergarten der Katharinenkirche bespielen“, weiß die Sprecherin der Stendaler Kulturstätte und freut sich auf eine außergewöhnliche Spielzeit. „Weitere Ausweichspielstätten werden gegebenenfalls hinzukommen.“

Für insgesamt 4,3 Millionen Euro sollen laut Stadtverwaltung im Theater Maßnahmen zum Wärmeschutz ergriffen werden, etwa an Dächern und Wänden. Es sollen zudem neue Fenster her und eine Fotovoltaikanlage installiert werden. Die Beleuchtung soll komplett auf LED-Technik umgerüstet werden. Auch Klima- und Lüftungsanlage werden erneuert. Die gesamte Gebäudetechnik soll dem neuen Energiekonzept angepasst werden.

Von der Sanierung ausgeschlossen ist laut Burkhardt voraussichtlich der Gebäudeteil in der Hallstraße mit dem Kaisersaal und dem Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ). Zuletzt hat das Gebäude in der Karlstraße im September 1995 eine Frischekur bekommen.

VON CHARLOTTA SPÖRING

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