Die zuständige Firma hat gekündigt

Stendaler Klinik-Neubau vorübergehend ohne Planer

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Fünf Stockwerke ist der 35 Millionen Euro teure Anbau des Johanniter-Krankenhauses hoch.

Stendal – Der Neubau der rund 35 Millionen Euro teuren Frauenklinik des Stendaler Johanniter-Krankenhauses gestaltet sich schwieriger als gedacht. Wie der AZ nun bekannt wurde, hat die für das Projekt zuständige Planungsfirma gekündigt.

Aus Sicht des Krankenhauses keine Überraschung, wie Pressesprecherin Claudia Klupsch auf Nachfrage mitteilt: „Wir hatten der Firma Signale gegeben, dass die Planungsleistungen fehlerhaft seien und dass wir den Vertrag aufkündigen würden. Sie kam mit ihrer Kündigung unserer zuvor.“

Mögliche Forderungen an die Firma würden derzeit geprüft. Doch für die abhandengekommenen Planer gibt es bereits Ersatz: „Uns ist es binnen kürzester Zeit gelungen, ein neues Unternehmen mit großem Erfahrungsschatz im Bereich Krankenhausbau an uns zu binden“, informiert Klupsch und gibt an, dass die Bauarbeiten bereits weitergingen.

Auch seien die Planungen für den Umzug der Frauenklinik bereits fortgeschritten. Inwieweit sich die Probleme mit dem Planungsbüro auf das Datum der Fertigstellung auswirken – bisher hieß es, der Neubau solle im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein – und mit welcher Schadenshöhe gerechnet wird, gibt die Sprecherin nicht an. cha

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