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Stendaler Kleiderkammer gut besucht

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Von: Stefan Hartmann

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Zahlreiche Kleidungsstücke liegen auf Tischen bereit.
Auf langen Tischen und Schwerlastregalen an den Wänden wird Kleidung in fast allen Größen, Farben und Stoffen für Geflüchtete bereitgestellt. © Hartmann, Stefan

Noch ist nicht alles sortiert, aber die Ausgabe läuft seit gestern. Der Landkreis hat am Langen Weg eine Kleiderkammer für Geflüchtete eröffnet. Dreimal pro Woche können Interessierte sich in dieser ausstatten.

Stendal – Ein paar Minuten bis zur offiziellen Öffnung sind noch Zeit, aber in der Kleiderkammer, die der Landkreis am Langen Weg in Stendal eingerichtet hat, ist trotzdem schon viel Betrieb. Es werden noch weitere Spenden angenommen und auch Kartons geöffnet, um die letzten Tischplätze mit Kleidung für Geflüchtete zu füllen. Wenig später treffen einige der Ukrainer ein. Kinder werden kurzerhand in der eingerichteten Spielecke abgesetzt, während die Frauen die Stapel untersuchen.

Die Spendenbereitschaft der Menschen im Landkreis Stendal sei überwältigend, erklärt Kreissprecher Edgar Kraul vor Ort. Deshalb sei es auch noch nicht möglich gewesen, alles, was im Stendaler Lager angekommen ist, zu sichten. Voraussichtlich morgen soll die nächste große Lieferung eintreffen. In Bismark seien Spenden gesammelt worden, die direkt in die Ukraine gebracht werden sollten. Jedoch war der Transport dann nur für die medizinischen Hilfsgüter vorgesehen. Deshalb werde eine weitere Lastwagenladung an Kleidung erwartet, die die freiwilligen Helfer und Landkreismitarbeiter dann sortieren müssen. Auch wenn es noch nicht möglich ist, den genauen Bestand zu erfassen, scheint es genug Kleidung zu geben, aber wie so häufig fehlt es an gespendeten Schuhen.

Auch am anderen Ende der Halle gibt es weiterhin einen Mangel. Bei einigen Möbeln könnte der Landkreis für die Einrichtung von Flüchtlingswohnungen noch Nachschub gebrauchen, sagt Beschaffungsleiter Dirk Rempler. Stühle, Tische, aber auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Herde und kleineres Gerät wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Toaster könnten gebraucht werden. Betten würden ebenfalls weiterhin dringend gesucht, ergänzt Integrationskoordinatorin Maria-Alexandra Jonas. Im Idealfall sollten die gespendeten Sachen möglichst leicht sein, schließlich müssten sie unter Umständen in den dritten Stock getragen werden, erklärt Rempler. Auch körperliche Unterstützung täte dem Team gut. Noch immer werden Menschen gesucht, die beim Transport von Spenden helfen können. Öfter würden Menschen erklären, dass sie zwar Möbel haben, diese aber nicht nach Stendal bringen können. Personen, mit Transportmöglichkeiten, werden gebeten, sich unter Tel. (03931) 56 56 230 oder per E-Mail unter info@fa-altmark.de zu melden.

In der Kleiderkammer helfen derzeit 16 Freiwillige mit. Für die drei Einsatztage pro Woche, montags, mittwochs und freitags jeweils von 15 bis 17 Uhr, könnte es jedoch nicht schaden, noch ein paar mehr in Reserve zu haben, erinnert David Messner, Projektleiter in der Freiwilligen Agentur-Altmark. Dann falle es leichter, Krankheitsfälle auszugleichen.

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