Ab 1. Juli: Filmgenuss ohne Maske und Test möglich / Prosecco zur Begrüßung

Stendaler Kino startet neu durch

Der Tresen des Stendaler Kinos.
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Bereit für den Neustart: Am Donnerstag wird das Stendaler Kino wieder Gäste empfangen und bewirten können.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Am 1. Juli ist es wieder so weit: Das Stendaler Kino öffnet nach langer Pause wieder. Es gibt noch einige wenige Einschränkungen, aber auch gute Nachrichten: Zum Beispiel Prosecco am Eingang. 

Stendal – Noch ist es ruhig im Stendaler Kino. Immer wieder beginnen Kühlschränke zu brummen, während Kinochef Günther Tyllack einige Pakete auspackt und ihren Inhalt in Augenschein nimmt. Pünktlich zum Kinoneustart in Stendal hat ein bekannter Eisanbieter eine Aktion gestartet: Zum Kauf von zwei Eisen gibt es ein T-Shirt mit Filmmotiv geschenkt. „So lange der Vorrat reicht“, sagt Tyllack.

Am Donnerstag, 1. Juli, kann er nach monatelanger Pause wieder Gäste empfangen. Die ersten Vorstellungen richten sich an ein jüngeres Publikum. „Raya und der letzte Drache“ startet um 14.45 Uhr und der, so Tyllack, lang erwartete zweite Teil von „Peter Hase“ beginnt eine Stunde später um 15.45 Uhr. Aber auch die etwas älteren Kinogänger kommen auf ihre Kosten. Das liegt nicht nur an den geplanten Vorstellungen von „A Quiet Place 2“, „Das Mädchen deiner Träume“ oder „Monster Hunter“, sondern auch an der Unterstützung der quasi in der Nachbarschaft arbeitenden Familie Tonke. „Treue Kinogänger“, wie der Theaterleiter betont. Häufig hätte sich die Familie erkundigt, wann der Betrieb wieder losgehen kann. Als dann das Datum feststand, wollten sie auch einen Teil zum Neustart beitragen. Deshalb gibt es ab 17.30 Uhr für alle, die am Uppstall vorbeischauen ein Glas Prosecco. Vom Kino gibt es Nachos und Popcorn, versichert Tyllack. Während vieles bereits möglich ist, müsse jedoch auch noch mit einigen Einschränkungen gerechnet werden. Besonders hervorhebenswert sei es jedoch, dass seit Montag kein Test mehr vor einem Kinobesuch gemacht werden muss. Auch Masken müssen nur noch im Foyer und auf dem Weg zu den Toiletten, aber nicht mehr während der Vorstellung getragen werden. „Alles was Selbstbedienung ist, geht noch nicht“, erklärt Tyllack. Grund dafür seien Hygienegründe. Denen fällt die sonst gerade im Sommer beliebte Slushi-Maschine vorerst zum Opfer. Bis Donnerstag sei aber auch noch ein wenig Zeit. Er wolle mit dem Gesundheitsamt reden und überprüfen, ob es doch noch möglich gemacht werden könne. Vielleicht lasse es sich auch einrichten, dass ein Mitarbeiter die Maschine, die sonst die Kunden selbst bedienen, steuert, so lange es nötig ist.

„Wenn jetzt alle kommen, die gefragt haben, wann es losgeht, geht es uns gut“, freut sich Tyllack darauf, wieder Gäste empfangen zu können. Den größten Knüppel zwischen den Beinen stellen aber noch immer die Abstandsregeln dar, erklärt er und öffnet die neue Cinemotion-App. Über diese können nicht nur Karten bestellt, sondern auch direkt Sitzplätze reserviert werden. Mit der neuen Version werden dann auch automatisch die Plätze ausgegraut, die aus Abstandsgründen frei bleiben müssen. So kann ein Kinosaal, der sonst bis zu 150 Personen beherbergen kann, nur noch von rund 30 genutzt werden.

„Wir empfehlen, dass man seine Karten online kauft“, sagt Tyllack. Dabei könnten Besucher auch gleich ihre Kontaktdaten in ein Formular eintragen. Alternativ ist eine Anmeldung natürlich über Papierlisten oder die Luca-App möglich.

Kino bedeute, ebenso wie Essen oder einen Kaffee trinken gehen, auch Lebensqualität, die mit der Öffnung am Donnerstag zurückkehrt, findet Tyllack. „Kino ist nicht tot“, stellt er fest. Aber es müsse sich an manchen Stellen auch wandeln. Deshalb gebe es aktuell auch einige Planungen für die nähere Zukunft. So solle es möglich gemacht werden, einen Kinosaal beispielsweise für eine Geburtstagsfeier exklusiv zu mieten.

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