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Stendaler Jungforscher zeigen EU ihr Projekt

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Von: Stefan Hartmann

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Chris Erdmann und Finja Alpert haben einen Infostand in Brüssel aufgebaut.
Chris Erdmann und Finja Alpert stellen in Brüssel ihr Projekt der Europäischen Union vor. © Privat

Die Stendaler Jungforscher Finja Alpert und Chris Erdmann sind aus Brüssel zurückgekehrt. Sie hatten die Gelegenheit erhalten, ihr Jugend forscht Projekt der Bilanzoptimierenden Photovoltaik-Raffstoreanlagen der EU vorzustellen.

Stendal – Finja Alperts (17) und Chris Erdmanns (19) Projekt der „Bilanzoptimierenden Photovoltaik-Raffstores“ hat sie schon ganz schön in der Welt herumgebracht. Nach ihrer Teilnahme am „Jugend forscht“-Bundeswettbewerb in Lübeck sind die beiden Stendaler Jungforscher nun aus Brüssel zurückgekehrt, wo sie ihr Projekt der EU vorgestellt haben.

Einen gewissen Schub für das Selbstvertrauen hat ihnen die Reise auf jeden Fall gebracht. Dazu gehört auch die Stadtführung, die sie während ihres dreitägigen Aufenthalts gemacht haben. „Es gibt ziemlich viele Glasgebäude in Brüssel“, sagt Alpert. Diese könnten beispielsweise von ihrem Projekt profitieren. Sie haben eine Verschattungsanlage mit Fotovoltaikelementen kombiniert, um so bei einer Verschattung die Sonnenstrahlen nicht nur vom Haus wegzuleiten, sondern auch noch für die Stromerzeugung nutzen zu können. Verschattungen sind besonders bei Niedrigenergiehäusern notwendig. Diese werden unter anderem über große Fenster an Südseiten aufgeheizt. An warmen Tagen kann das aber zu viel werden und eine Verschattung ist nötig.

Trotz Einladung und Möglichkeit, ihr Projekt der EU vorzustellen: Eine Förderzusage für ihr Projekt habe es jedoch nicht gegeben, wie sie auf AZ-Nachfrage klarstellen. Dafür müssten Anträge gestellt werden. Aber: „Der Bedarf und die Nachfrage sind da. Der Zeitpunkt ist mit der Energiekrise besonders günstig für unser Projekt“, stellen die beiden gemeinsam fest. Auch, dass sie nicht die Einzigen seien, die versuchen, aus der Verschattung noch einen weiteren Zweck zu ziehen, habe ihnen gezeigt, dass sie auf der richtigen Spur sind. Wie es mit dem Projekt weitergehen wird, ist noch nicht ganz klar. Erdmann steht kurz vor dem Studienbeginn, sofern alles glattläuft, Physik und Philosophie in Hannover, und Alpert will im kommenden Jahr ihr Abitur abschließen. Im Anschluss daran würde sie gerne ebenfalls nach Hannover gehen. Sie zieht es aber eher ins Jura- oder Architekturstudium. Inwieweit sich diese Zeit des Umbruchs mit der Fortführung des Projektes vereinen lässt, muss die Zukunft zeigen. In jedem Fall haben die beiden Blut geleckt und wollen gerne, sofern es klappt, auch im kommenden Jahr wieder am Jugend forscht Wettbewerb teilnehmen.

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