Landrat Patrick Puhlmann (SPD): „Eine Zeit des Aufatmens“ / Inzidenz aktuell stabil niedrig

Stendaler Impfzentrum soll Außenstelle in Havelberg bekommen

Das ehemalige Krankenhaus in Havelberg.
+
Im ehemaligen Havelberger Krankenhaus soll nach Plänen des Landkreises eine Außenstelle für das Impfzentrum entstehen. Ebenfalls angedacht ist ein weiterer Standort in Seehausen.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
    schließen

Das Stendaler Impfzentrum soll, nach Plänen des Landkreises, erweitert werden. Eine Außenstelle für Havelberg soll bereits in wenigen Wochen öffnen. Eine weitere könnte in Seehausen entstehen. 

Stendal – Der Landkreis will bereits zum Ende der kommenden Woche eine Außenstelle des Impfzentrums in Havelberg einrichten. Verträge seien noch nicht unterzeichnet, wie Landrat Patrick Puhlmann (SPD) gestern Mittag bei einer Pressekonferenz erklärte. Aber aktuell sehe es danach aus, dass das ehemalige Krankenhaus als Standort genutzt werden würde. Damit sollen auch den Bürgern, die in weiter von der Kreisstadt entfernten Orten wohnen, eine nähere Impfmöglichkeit geboten werden. Einen Nachteil bringe das jedoch mit sich, wie der Landrat hinzufügte: Weitere Impf-Sondertermine würden damit unwahrscheinlicher.

Aktuell werden im Stendaler Impfzentrum 400 bis 420 Personen täglich geimpft. Das Verhältnis zwischen Erst- und Zweitimpfungen stehe bei ungefähr 50:50. „Wir können mehr“, erklärt Puhlmann im Hinblick auf theoretische Arbeitskapazitäten und verfügbaren Impfstoff. Allerdings sei dafür ein Anbau oder eben eine Außenstelle notwendig. Gestartet werden soll in Havelberg mit 150 Impfterminen pro Tag, kündigte der Landrat an. Ein Starttermin stehe noch nicht fest. Voraussichtlich zum Ende der kommenden Woche oder zum Beginn der darauf folgenden. Dass der Ort noch nicht in trockenen Tüchern ist, machte dem Landrat wenig Sorgen. „Wenn der nicht klappt, wird es ein anderer“, stellte er dazu fest.

Noch nicht spruchreif, aber ebenfalls angedacht sei außerdem, eine weitere Außenstelle in Seehausen einzurichten. Ob und in welcher Form das passieren werde, könne jedoch erst in einigen Wochen gesagt werden.

Das allgemeine Infektionsgeschehen habe sich beruhigt. Bei der Corona-Pressekonferenz vor drei Wochen seien die Zahlen noch dramatisch anders gewesen. Es herrschte eine Inzidenz von 114. Am gestrigen Dienstag, lag sie um genau 100 Punkte niedriger. Auch die Zahlen der Infizierten sind deutlich zurückgegangen. Nur noch 50 Positivgetestete gebe es aktuell im Landkreis. 120 Personen befänden sich momentan in Quarantäne. Ob die Zahlen dauerhaft niedrig bleiben, müsse sich zeigen. Auch in Anbetracht der umfassenden Öffnungsschritte, die in den vergangenen Wochen gegangen wurden. „Es ist eine Zeit des Aufatmens“, sagte Puhlmann und betonte die Entscheidung des Landes, auf eine Testpflicht für die Außenbereiche der Gastronomie und für Freibäder zu verzichten. Dies sei wichtig gewesen, um den Menschen das Wahrnehmen der Angebote möglich zu machen. Bei allen persönlichen und auch geschäftlichen Vorteilen, die dies mit sich bringe, müsse sich zeigen, ob es sich als nachhaltig erweise. Ein weiterer Punkt, der die Inzidenz erneut hochtreiben könnte, seien die zu erwartenden Reiserückkehrer, die in den kommenden Wochen auf den Landkreis zukommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare