Hausärzte sind jetzt am Drücker / Mobile Impfteams weiter im Einsatz

Stendaler Impfzentrum schließt seine Tore

Landrat Patrick Puhlmann (links) übergibt Geschenkekisten an Mitarbeiter des Stendaler Impfzentrums.
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Landrat Patrick Puhlmann (SPD) übergibt an Dankeschön-Boxen an die Mitarbeiter des Impfzentrums.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Das Stendaler Impfzentrum ist nicht mehr in Betrieb. Die kommende Woche wird zum Abbau genutzt.

Stendal – Lange konnte im Impfzentrum ohne Termin vorbeigeschaut werden. Das ist vorbei: Das Impfzentrum ist seit gestern um 15.30 Uhr geschlossen. Landrat Patrick Puhlmann (SPD) war vor Ort, um den Mitarbeitern seinen Dank auszusprechen und Präsente zu verteilen.

Knapp unter einer Million Euro hat das Projekt „Impfzentrum Stendal“ gekostet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, findet der Landrat. Eine Zielstellung, wie viele Impfungen verabreicht werden sollen, habe es nicht gegeben. Viel wichtiger sei es, allen ein Impfangebot gemacht zu haben. „Wir wollten unbedingt die Situation vermeiden, dass der Kühlschrank voll ist und draußen eine lange Schlange steht. Das haben wir geschafft“, resümiert Puhlmann über die 38 400 Erstimpfungen und 36 500 Zweitimpfungen, die die Mitarbeiter im Impfzentrum und bei Sonderaktionen verabreicht haben.

Während die unterstützenden Bundeswehrsoldaten gestern abgereist sind, geht für Teile des Teams die Arbeit weiter. Heute sowohl beim Bauernmarkt in Steinfeld, von 10 bis 16 Uhr, als auch im Uppstallkino, 9 bis 13 Uhr, sind mobile Impfteams vor Ort und bieten die Impfung mit den Vakzinen von Biontech und Johnson&Johnson an. Das sei einer der Aufträge, die weiterhin bis zum 30. April 2022 erfüllt werden müssen, erklärt Impfzentrumleiter Friedhelm Cario. Zum einen niedrigschwellige Angebote zur Impfung unterbreiten und dort zu unterstützen, wo die Hausärzte das Impfinteresse wegen des hohen Aufwandes nicht alleine stemmen können. Dass dieses Rumpfteam des Impfzentrums noch weiter bestehen bleibt, habe auch den Vorteil, dass so, bei Bedarf, zügig wieder ein Impfzentrum eingerichtet werden könne. Pläne gebe es dafür aktuell nicht. „Vorrang haben jetzt die Hausärzte“, stellt der Landrat in dieser Frage fest.

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