Trotzdem weniger Besucher

Stendaler Hochseilgarten ausgiebig genutzt: „Unfassbare Resonanz“

Nach kurzem Zögern und einigen mutmachenden Worten von Bundesfreiwilligendienstler Othman Saraji, hat sich Lara Reichel doch noch auf den nächsten Abschnitt des Hochseilgartens getraut.
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Nach kurzem Zögern und einigen mutmachenden Worten von Bundesfreiwilligendienstler Othman Saraji, hat sich Lara Reichel doch noch auf den nächsten Abschnitt des Hochseilgartens getraut.

Stendal – Noch können nicht alle Einrichtungen ihr komplettes Angebot der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Seit Anfang Juni können sportlich Interessierte jedoch wieder den Stendaler Hochseilgarten im Mad-Club besuchen.

„Es gibt eine unfassbare Resonanz“, berichtet Stadtsprecher Armin Fischbach auf AZ-Anfrage. Nur anhand der Nutzerzahlen könne das jedoch nicht abgelesen werden, wie Mad-Club-Mitarbeiter Kai Freidank erklärt.

„Letztes Jahr konnten wir schon im April aufmachen“, gibt Freidank zu bedenken. Erst seit knapp eineinhalb Monaten ist das Klettern wieder unter Auflagen möglich. Dazu gehöre es auch, einen Mund-Nasen-Schutz dabei zu haben. Der müsse zwar beim Klettern selbst nicht getragen werden, aber wenn jemand in eine Notlage gerät und die Betreuer zur Hilfe kommen müssen, sei es schwierig den Mindestabstand einzuhalten. Quasi jeden Tag melden sich Interessierte, die den Klettergarten nutzen möchten. „Oft sind es Großeltern, die ihre Enkel zu Besuch haben.“ Deshalb sei viel los, aber die Besucherzahlen blieben deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Nur gut die Hälfte der Besucher seien bisher geklettert. „Das liegt daran, dass die Gruppen fehlen.“ Sonst würden Vereine und Unternehmen häufiger die Zeit der Sommerferien nutzen, um gemeinsame Klettertouren und Kurse zu machen. Diese hätten jedoch zum größten Teil ihre Termine abgesagt.

Es gibt jedoch auch Tage, an denen kaum etwas los ist. Gerade während der größten Hitzephasen, schrecken viele davor zurück sich bei rund 35 Grad das Klettergeschirr anlegen zu lassen, und zwischen den Baumwipfeln umherzukraxeln. Aber selbst dann wird der Hochseilgarten kurzfristig belebt. Die Nutzung ist nur nach Anmeldung möglich, aber dann meldet der Mad-Club einfach selbst kurzfristig für seine jugendlichen Besucher eine Klettertour an. Oft sind innerhalb von ein paar Tagen eine Handvoll interessierte gefunden, die sich trotz der Hitze auf die Seile trauen.

„Andere Aktionen bieten wir momentan nicht an“, sagt Freidank. Als es an der Zeit gewesen wäre das Ferienprogramm zu planen, war die Corona-Krise in vollem Gange. Anstatt Ausflugsfahrten oder Ähnliches zu machen, wird jetzt die Möglichkeit vor Ort genutzt. Das ist aber auch für das Mad-Club-Team eine kleine organisatorische Herausforderung. 25 Personen dürfen den Clubbereich momentan gleichzeitig betreten. Hinzukommen die, die in den Hochseilgarten wollen, der auch über den Hof erreicht werden kann. Besucher aus dem regulären Clubbereich müssen sich deswegen sowohl als normale Gäste, als auch in eine Liste für den Klettergarten eintragen.

Übermäßig wuselig wird es deswegen aber momentan nur selten im Club. „Das ist normal. Wenn es so warm ist, sind die Jugendlichen oft lieber draußen unterwegs“, berichtet Freidank.

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