Leichter Verzug wegen Frost

Stendal: Grundschulneubau geht voran

Der eingerüstete Neubau der Grundschule am Haferbreiter Weg in Stendal. Daneben steht ein Kran.
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Der Bau der neuen Stendaler Grundschule am Haferbreiter Weg kommt gut voran. Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum führte die AZ über das Gelände.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Am vergangenen Dienstag durfte die AZ einen ersten Blick in den Schulneubau an Stendals Haferbreiter Weg werfen. Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum und Projektleiterin Gabriele Schäfer erklärten anhand der Baupläne die Räumlichkeiten.

Stendal - Vor Ort waren auf den ersten Blick nur Gerüste, jede Menge Steine und der Baukran zu sehen. Erst beim näheren Hinsehen war zum Beispiel die zukünftige Aula zu erkennen. Es wird ein lichtdurchfluteter Raum über die zwei Etagen im vorderen Teil der Grundschule sein. Noch ist es ein Rohbau, allerdings seien alle Gewerke bis auf Maler, Schlosser und Bauendreinigung beauftragt. Die letzteren drei seien ausgeschrieben, sagte der Bauamtsleiter.

Wenn der Bau ohne Komplikationen fertig wird, können in einem Jahr die Kinder samt Lehrerschaft die Schule in Beschlag nehmen. Witterungsbedingt seien sie etwas in Verzug, was den Bauplan angehe, so die Verantwortlichen. Dies liege an dem kalten frostigen Winter. Die Steine werden geklebt, erklärte Georg-Wilhelm Westrum. Das ginge nur bei völliger Frostfreiheit, da Kleber und Stein sich bei Frost nicht verbinden, so die Erklärung.

Ein Blick in die Aula der neuen Schule. Ein lichtdurchfluteter Raum über zwei Etagen soll sie werden.

Bereits im Juni sollen die Arbeiten an den Außenanlagen beginnen. Diese umfassen unter anderem Parkplätze für Schule und Sporthalle, Schulhof mit Spielgeräten, überdachte Fahrradständer und Grünanlage vor der Schule. Von den Stendaler Stadtwerken sei eine E-Auto Ladestation angedacht. Die Grünfläche vor der Grundschule am Haferbreiter Weg sei für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Weg zwischen Grundschule und Landesamt für Verbraucherschutz werde ebenfalls ausgebaut. Dies geschehe in Kooperation der beiden Nachbarn. Hinzu kommen ein Sichtschutz sowie ein Wendehammer, auch die Zufahrt für die Feuerwehr sei gegeben. Die Außenansicht der Lernstätte werde an die Sporthalle mit roten Klinkersteinen angeglichen, so als sei die Schule schon immer da gewesen.

Die Inneneinrichtung sei in warmen Erdtönen angedacht. Hier wurde die Schul- und Hortleitung wie auch bei der Einrichtung hinzugezogen. Auch sonst wird es den Kindern an nichts fehlen. Es sei der erste Schulneubau für die Hansestadt auf modernstem Stand. So werde es Kreidetafeln sowie interaktive Wandtafel geben.

Der Bauamtsleiter erklärte die Pläne.

Jeder Raum sei mit Internetzugang ausgestattet und Tablets für die Grundschüler würden vorgehalten. Acht Klassenzimmer, Räume für Fachunterricht, Musik, Lerngruppen und Hort nehmen langsam Gestalt an. Knapp eine Million Euro stammen vom Land und ungefähr 100 000 Euro gab es von einer Sonderförderung für den digitalen Part in der Grundschule. Die modernste Lernstätte der Hansestadt Stendal umfasst eine Fläche von 2800 Quadratmetern. Die Kosten für den gesamten Schulneubau belaufen sich auf ungefähr 7,4 Millionen Euro. (kr)

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