Krankenkasse unterstützt höhere Steuer / Riemschneider: Abgabe grundsätzlich nur an über 18-Jährige

Stendaler fordert Werbeverbot für Alkohol

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Allein 50 KKH-Versicherte mussten wegen Koma-Saufens in Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein Grund für die Krankenkasse, ein striktes Werbeverbot für alkoholische Getränke zu fordern.

mei Magdeburg / Stendal. Laut einer Datenerhebung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse mussten sich im vergangenen Jahr mehr als 1600 Menschen in Sachsen-Anhalt wegen Alkoholerkrankungen ärztlich behandeln lassen.

Das entspricht 1,8 Prozent aller KKH-Versicherten in Sachsen-Anhalt und damit dem bundesweiten Durchschnitt. Fast 50 KKH-Versicherte mussten wegen eines akuten Rausches („Koma-Saufen“) in Krankenhäuser Sachsen-Anhalts eingeliefert werden.

„Für viele Menschen gehören Bier, Wein und ab und zu ein Glas Whiskey, Likör oder Obstbrand einfach zum Leben dazu. Hochprozentiges schmeckt einigen in Gesellschaft oft noch einmal so gut – doch häufig bleibt es nicht bei einem Glas. Und hier liegen die Gefahren wie zum Beispiel tödliche Verkehrsunfälle, Gewaltneigungen, ruinierte Gesundheit, kaputte Beziehungen, Arbeitslosigkeit und soziale Isolation, um nur einige zu nennen“, warnt Christian Riemschneider vom KKH-Serviceteam Stendal. „Neben gesundheitlicher Aufklärung und Prävention sollte daher die Alkoholsteuer deutlich angehoben werden sowie ein striktes Werbeverbot für alkoholische Getränke gelten und grundsätzlich eine Abgabe erst ab dem 18. Lebensjahr erfolgen“, empfiehlt er.

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