Bundestagsmitglied reagiert auf aktuelle Zahlen

Stendaler FDP-Mann Faber: „Problemwölfe bejagen“

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Dr. Marcus Faber sitzt für die FDP im Bundestag.

Altmark – „Sachsen-Anhalt ist eines der Bundesländer mit der größten Anzahl an Wölfen in ganz Deutschland. Und mit über 200 Nutztierschäden in 2018 sind unsere Landwirte mit die größten Leitragenden“, reagiert der altmärkische Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber (FDP) auf die aktuellen Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Aus diesen lasse sich ablesen: „Die Nutztierschäden durch den Wolf sind für 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Das ist eindeutig: Nutztierschäden durch den Wolf nehmen drastisch zu. Alleine mehr in Schutzmaßnahmen und Prävention zu investieren ist nicht nachhaltig, wie die Zahlen zeigen“, erklärt der Stendaler.

Zudem müssten die Nutztierhalter oft viel zu lange auf ihre Entschädigung warten: „Wir fordern, dass die Beweislast umgekehrt wird und die Landwirte so unkomplizierte und schnelle Hilfe erhalten“, so der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt weiter.

Die Politik müsse, so fordert Faber, die Bevölkerung im ländlichen Raum und besonders die Landwirte wieder stärker in den Fokus nehmen und den Wolfsbestand aktiv managen. Die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz könne helfen, das Problem intelligent und bundeseinheitlich zu regulieren.

Hintergrund: Der Deutsche Bauernverband fordert die Bejagung von Wölfen und verweist dabei auf die Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), wonach 2018 bundesweit 2067 Nutztiere – überwiegend Schafe – von Wölfen getötet oder verletzt worden. Im Jahr davor waren es 1667. Die FDP-Bundestagsfraktion forderte, wie Faber erinnert, bereits am 30. Januar 2019 (Drucksache 19/584) unter anderem, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen.  pm

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