Körper am Stadtsee gefunden / Aufwendige Behandlungen umsonst

Stendaler Bürger trauern: Umsorgter Schwan tot

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Eines der letzten Bilder des umsorgten Schwans. Zuletzt stand eines fest: Der Fuß war nicht gebrochen.

Stendal – Er hat es nicht geschafft. Der am Fuß verletzte Schwan, um den sich so viele Stendaler sorgten, ist tot. Sein Körper wurde Mitte dieser Woche am Stadtsee gefunden und wies bereits Fraßspuren anderer Tiere auf.

Im Rathaus geht man nach Rücksprache mit dem Tiergarten davon aus, dass es sich tatsächlich um das tierische Sorgenkind der vergangenen Monate handelt.

Was mit dem Kadaver passiert und ob dieser womöglich noch einmal genauer untersucht wird, kann Stadtsprecher Armin Fischbach noch nicht mit Bestimmtheit sagen.

Ob das den Menschen, die den fußkranken Schwan regelmäßig beobachteten und mitlitten, wichtig wäre, ist eine weitere Frage. In den sozialen Netzwerken ist der tote Vogel jedenfalls mehr denn je ein Thema. Inwieweit ein Wildtier derart viel Hege und Pflege verdient, wird ebenfalls diskutiert. Der Schwan war mehrmals durch Mitarbeiter des nahen Tiergartens eingefangen und von einer Tierärztin behandelt worden. Sogar eine Röntgenaufnahme und eine Blutuntersuchung wurden gemacht.

Für Wirbel hatte der Langhals auch deshalb gesorgt, weil einige Bürger ein rabiates Einfangen sehen wollten. So oder so, das Schicksal dieses Tieres hat Stadtsee-Besucher bewegt. Nun ist es tot.

VON MARCO HERTZFELD

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