Stendaler bewerten den gegenläufigen Radverkehr positiv 

„Nicht so eintönig beim Fahren“

Mit diesem Schild  ist es den Fahrradfahrern erlaubt, die Einbahnstraße von beiden Seiten zu benutzen. Einigen ist diese Möglichkeit noch gar nicht bekannt.
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Mit diesem Schild ist es den Fahrradfahrern erlaubt, die Einbahnstraße von beiden Seiten zu benutzen. Einigen ist diese Möglichkeit noch gar nicht bekannt.
  • VonLina Wüstenberg
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Nicht vielen ist die Bedeutung des Schildes bewusst. Dennoch ist es wichtig für die Radfahrer, die die Einbahnstraße von beiden Seiten befahren können.

Stendal – Die Verkehrsregel bei einer Einbahnstraße gilt sowohl für Fahrrad- als auch für Autofahrer. Doch es gibt auch Ausnahmen wie zum Beispiel auf dem Winckelmannplatz in Stendal. Dort befindet sich unter dem Einbahnstraßenschild ein weiteres mit Fahrrad und zwei Pfeilen. Hier dürfen die Fahrradfahrer die Straße von beiden Seiten befahren (wir berichteten). Die gleiche Bedeutung hat das Schild mit einem Fahrrad und dem Wort „frei“ darauf.

Die AZ hat sich in der Rolandstadt umgehört, wie es bei den Leuten ankommt. Auch wurde nachgefragt, wie oft sie selbst Fahrrad fahren und was sie für eine Meinung zu einer autofreien Stendaler Innenstadt haben.

Bei Ilona Schmidt aus Stendal kommt diese neue Regelung gut an. Ihr würde es auch gefallen, wenn die Innenstadt von Stendal autofrei wäre. „Das würde mehr Sicherheit für die Kinder bedeuten“, äußert sie ihre Meinung. Die Stendalerin, die als Hausmeisterin in einer Schule arbeitet, nutzt das Fahrrad täglich für die verschiedensten Wege in der Hansestadt.

Die 74-jährige Rentnerin Ingrid Januscheski gefällt an der neuen Regelung vor allem, dass sie nicht mehr so große Umwege fahren muss. „Ein autofreies Stendal wäre auch für mich etwas, es ist alles per Fuß zu erreichen“, sagt sie zu diesem vielschichtigen Thema.

Etwas anders sieht es Marco Imme aus Stendal. „Als Autofahrer finde ich es nicht gut, man hört sie kaum“, meint er. Auch eine autofreie Innenstadt fände er nicht gut. „Das wäre sehr schlecht“. Der Stendaler fährt meistens in den Sommermonaten mit seinem Fahrrad.

Harry Lexuw sagt: „Ich finde es gut und nutze es auch. So ist es nicht so eintönig beim Fahren.“
Siegbert Lenz ist der Meinung: „So habe ich mehr Freiheiten. Aber dennoch ist es wichtig, dass man ordentlich aufpasst.“
Heidegunde Thom aus Stendal: „Ich kannte sie noch nicht, aber ich finde sie sehr gut.“

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