Asylproblematik stellt Kreissozialamt vor Probleme / Ankauf eines Objekts an der Arnimer Straße

Stendaler Behörden brauchen mehr Büros

+
In dieses Eckhaus an der Arnimer Straße / Fabrikstraße sollen die Ämter umziehen, die sich momentan noch in den Räumlichkeiten an der Hufelandstraße befinden. Laut Landrat Carsten Wulfänger ist das Objekt „de facto bezugsfertig“.

Stendal. In Sachen Flüchtlingsproblematik bot bislang die Unterbringung der Asylsuchenden die größte logistische Herausforderung. Doch auch vor der Kreisverwaltung macht diese Thematik keinen Halt.

Um das personell bereits stark erweiterte Kreissozialamt zu entlasten, soll die Behörde, die sich um Ausländerangelegenheiten kümmert, in ein eigenes Haus umziehen. Vorgesehen ist dafür laut Landrat Carsten Wulfänger (CDU) das Hufelandhaus an der Wendstraße. Die Schwierigkeit: Dort sitzen bereits Ämter, für die wiederum ein neues Zuhause gefunden werden muss. Der Kreis plant daher, ein Bürogebäude an der Arnimer Straße zu kaufen.

„Die Asylproblematik zieht sich durch mehrere Ämter. Momentan teilen sich im Sozialamt zwei Mitarbeiter einen Schreibtisch, das ist mehr schlecht als recht“, beklagt Wulfänger den Zustand in der Behörde. Insgesamt 60 Mitarbeiter sind betroffen. Momentan sind die Sachgebiete Ausländerangelegenheiten und Asylbewerberbetreuung auf drei Standorte verteilt: das Hufelandhaus an der Wendstraße, das Landratsamt an der Hospitalstraße und die Gemeinschaftsunterkunft am Möringer Weg. „Am Möringer Weg mussten wir Mitarbeiter in Zimmer einquartieren, die eigentlich für Asylsuchende gedacht waren“, so Wulfänger, der die Problematik im Kreisfinanzausschuss am Donnerstagabend zur Sprache brachte.

Im Hufelandhaus erfolgten bereits erste Umbaumaßnahmen, insbesondere seien hier ein Empfangsbereich geschaffen und ein Kassenautomat installiert worden. Dort residieren unter anderem allerdings noch das Amt für öffentliche Ordnung, das Schulverwaltungs- und Kulturamt oder das Hochbauamt. Ziehen jene Behörden dort aus, wären 67 Arbeitsplätze frei, also sieben mehr als für die Ausländerbehörde gebraucht.

Wo sollen nun die Mitarbeiter aus dem Hufelandhaus hin? Für diese Frage hat der Landkreis zwei Alternativen vorbereitet. Alternative A konzentriert sich auf die Anmietung von Räumlichkeiten in verschiedenen Gebäuden. Dies bringt zwar den Vorteil mit sich, dass es keine direkte Bindung an ein neues Objekt gibt, jedoch bedeuten mehrere Gebäude einen höheren Aufwand für zentrale Dienste und die Post. „Dann sind wir noch mehr zersplittert, als wir es jetzt schon sind“, so der Landrat.

An der Arnimer Straße stünden 82 Arbeitsplätze zur Verfügung. „Da müssen wir nicht mehr viel machen, das ist de facto bezugsfertig“, sagte Wulfänger. Die Mitglieder des Kreisfinanzausschusses erklärten sich mit dieser Variante einstimmig einverstanden. Abschließend wird der Kreistag in seiner Sitzung am 17. Dezember darüber beschließen.

Von Mike Höpfner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare